“Urlaub” im Norden Kolumbiens // “Holidays” in the north of Colombia

Reminder – English version at the bottom of the page

Bogotá

Einen Tag später als Katia hiess es auch für mich (Manuel) Abschied nehmen von Peru. Von Lima flog ich in knapp drei Stunden nach Bogotá, Kolumbien. Dort war ich am nächsten Abend mit Sebastian, einem guten Freund aus der Heimat, verabredet. Gemeinsam hatten wir eine zweiwöchige Reise durch Kolumbien geplant. Da es für ihn sein Jahresurlaub war, standen ein paar Städte, aber auch ein paar Strandtage zum Entspannen auf dem Programm.

Nach seiner Ankunft am späten Abend gingen wir nur noch eine Kleinigkeit essen, und haben bei einem Bier auf den Beginn des Urlaubes angestossen. Am nächsten Tag haben wir eine geführte Tour durch Bogotá gemacht. Die riesige Stadt mit ihren knapp 10 Millionen Einwohnern machte im Stadtteil Candelaria, dort wo die meisten Touristen unterkommen, zwar einen netten Eindruck, mehr aber auch nicht.

Willkommen in Bogota
Streetart Bogotá

Die Kaffeeregion um Salento

Am nächsten Tag hatten wir einen Flug in die Kaffeeregion Kolumbiens gebucht, genauer gesagt war unser Ziel Salento. Nach der Landung in Pereira bemerkten wir sofort das wärmere Klima. Während es in Bogotá aufgrund der Höhe über Tag angenehm und nachts recht frisch war, war es in Pereira doch schon recht heiss. Mit dem Taxi fuhren wir noch etwa eine Stunde nach Salento, wo es aufgrund der Höhe wiederum etwas angenehmer war.

Die Hauptstrasse in Salento mit vielen farbigen Häusern
Hauptplatz in Salento
Noch mehr Streetart
Aussicht auf die Kaffeeregion in Salento

Salento ist ein kleines Kolonialstädtchen mit vielen farbigen Häuschen, und wohl der beliebteste Ort für Touristen in der Region. Man kann hier verschiedene Kaffeefarmen besuchen, und es gibt in der Region einige Wanderungen. Den ersten Tag machten wir eine Wanderung ausserhalb von Salento, und verbanden diese mit einer etwa 2 stündigen Kaffeetour. Für uns beide war es das erste Mal, dass wir sahen, wie viel Arbeit hinter der Kaffeeproduktion steckt.

Zu spät gebremst…
Kaffee auf der Kaffeefarm
Kaffeetour
Kaffeepflanze mit unreifen Bohnen
Zum Abschluss der Tour gab es noch eine Kaffee Verköstigung

Am nächsten Tag machten wir eine der beliebtesten Wanderungen in der Region, die Wanderung durch das Cocora-Tal. Highlight der Wanderung sind die bis zu 60 Meter hohen Wachspalmen. Die Wanderung führte durch ein wunderschönes Tal, entlang an einem Fluss, den wir mehrmals überquerten. Die Aussichten waren grandios, vorbei an Kuhwiesen, durch einen wunderschönen Wald, und zwischen den riesigen Wachspalmen hindurch. Auch wenn es eine kurze Wanderung war, hat sich der Weg nach Salento alleine dafür gelohnt.

Aussicht von der Hotelterasse beim Frühstück
Die Waxpalmen vom Tal aus gesehen
Cocora Tal
Im Wald mussten wir mehrmals den Flusslauf überqueeren, vorbei ging es auch an diesem kleinen Wasserfall
Dann ging es durch die riesigen Waxpalmen hindurch

Ansonsten verbrachten wir die Zeit in Salento mit Kaffee trinken (mit frischem Kaffee aus der Region), das Wetter geniessen, und in der Hängematte im Hostel zu entspannen.

Kaffee Artwork in Salento
Aussicht auf die Kaffeeregion
Entspanntes Frühstück

Medellín

Nach drei Tagen in Salento fuhren wir mit dem Bus nach Medellín, wo wir im späten Nachmittag ankamen. Unser Hotel befand sich im Poblado Viertel, wo sich viele Restaurants und Hotels befinden, und das als relativ sicher gilt. Medellín wird wegen seines Klimas (das ganze Jahr herrscht ein stabiles Klima mit bis zu 28° über Tag und nicht weniger als 18° in der Nacht) auch Stadt des ewigen Frühlings genannt, und gefiel uns beiden im Gegensatz zu Bogotá auf Anhieb.

Medellìn von oben

Medellín galt früher als eine der gefährlichsten Städte der Welt (zeitweise war es die Stadt mit der weltweit höchsten Mordrate), hat sich jedoch seit Anfang der 2000er Jahre stark gewandelt und gilt heute als relativ sicher (für südamerikanische Verhältnisse) und ist bei vielen Expats und Touristen beliebt.

In den drei Tagen, die wir in der Stadt verbrachten, schauten wir uns verschiedene Viertel an. So zum Beispiel die Comuna 13, die früher Hauptort der Gewalt war. Heute ist das Viertel dank seiner Streetart ein Touristenmagnet, was dazu geführt hat, dass die Kriminalität dort, auch dank verschiedener Integrationsprojekte, drastisch gesunken ist. Nachts sollte man sich hier trotzdem weiterhin besser nicht aufhalten.

Wir machten auch einen Tagesausflug nach Guatapé, einem kleinen farbigen Städtchen etwa 2 Stunden ausserhalb von Medellín. Das Dorf liegt in einer Ferienregion für die Paisa(so werden die Einwohner Medellíns genannt) und an einem grossen See. Ausserdem steht dort einen Monolith, den man besteigen kann. Da es uns zu heiss war, reichte uns die Aussicht von unten 😉

An einem Abend testeten wir auch das Nachtleben Medellíns, wovon das meiste innerhalb des Poblado Viertels und somit unweit unseres Hotels stattfand. Da es etwas später wurde als geplant, verbrachten wir den nächsten Tag hauptsächlich mit entspannen auf der Terrasse des Hostels 😊

Kolumbiens Karibikküsten

Von Medellín ging es danach weiter nach Cartagena im Norden des Landes. Cartagena ist wegen seines gut erhaltenen historischen Stadtkerns ein Highlight in Kolumbien. Da wir langsam aber sicher an den Strand wollten, schauten wir uns die Stadt nur einen Nachmittag an. Die Gebäude innerhalb der Stadtmauern sind wirklich sehr schön, was die hohe Anzahl an Touristen erklärt. Abends gingen wir noch im nahegelegenen Stadtteil Getsemani etwas essen und trinken. Das Viertel hat uns mit seinen kleinen Strässchen, auf denen die Leute ihren Abend verbringen und gemeinsam feiern, sehr gut gefallen.

Innerhalb der Stadtmauern von Cartagena
Durch die kleinen Strässchen von Guatapé
Getsemani Viertel am Abend
Wahre Worte…

Von dort aus ging es am nächsten Morgen weiter an die Karibikküste nach Santa Marta. Ab jetzt stand für uns nur noch Strand und entspannen auf dem Programm für die nächsten fünf Tage. Erst verbrachten wir zwei Tage in einem sehr entspannten Hotel in der Nähe von Santa Marta. Da das Städtchen nichts besonders war, blieben wir die meisten Zeit in den Hängematten vom Hostel liegen. 😊

Endlich am Strand 🙂
Interessante Taxi Deko

Dann ging es noch einmal weiter ins etwa eine Stunde entfernte Costeño Beach. Hier blieben wir nochmal drei Tage, und genossen dort zwischen Palmen den wunderbar ruhigen Strand und die Aussicht auf das raue karibische Meer, nur unterbrochen von Frühstück, Mittag, und Abendessen.

Nach knapp zwei Wochen hiess es dann leider wieder Abschied nehmen. Über Bogotá flog Sebastian zurück nach Zürich und ich flog zurück nach Medellín, um dort Katia wiederzutreffen und gemeinsam mit ihr noch weitere zwei Wochen den Süden des Landes zu bereisen.

Schwerer Abschied von diesem wunderschönen Ort

Davon berichten wir euch dann im nächsten Artikel.

Bogotá

One day later than Katia it was time for me (Manuel) as well to say goodbye to Peru. From Lima I flew to Bogota, Colombia in about three hours. I was going to meet Sebastian – a good friend from home – the next evening. Together we had planned a two-week trip through the north of Colombia. Since it was his annual vacation for him, we had planned to visit a few cities but also include some beach days to relax. After his arrival late in the evening we went out for a snack and had a beer to toast the beginning of the holiday. The next day we did a guided tour through Bogota. The huge city with almost 10 million inhabitants made a nice impression in the district of Candelaria, where most of the tourists stay, but was nothing special beyond that.

The coffee region around Salento

The next day we had booked a flight to the coffee region of Colombia, more precisely our destination was Salento. After landing in Pereira we immediately noticed the hotter climate. While it was pleasant in Bogotá due to the altitude during the day and quite chilly at night, it was quite hot in Pereira. By taxi we drove about one hour to Salento, where it was again a little more pleasant due to the height.

Salento is a small colonial town with many colorful little houses, and probably the most popular place for tourists in the region. You can visit several coffee farms here, and there are numerous hikes in the region. The first day we did a hike outside of Salento, and combined it with a coffee tour of about 2 hours. For both of us it was the first time we saw how much time and effort it takes before you can enjoy your cup of coffee at home.

The next day we made one of the most popular hikes in the region, the hike through the Cocora valley. Highlight of the hike are the wax palms, which are up to 60 meters high. The hike led through a beautiful valley, along a river, which we crossed several times. The views were terrific, past cow meadows, through a beautiful forest, and between the huge wax palms. Even if it was a short hike, it was definitely worth coming all the way to Salento just for this.

Otherwise we spent the time in Salento drinking coffee (with fresh coffee from the region), enjoying the weather, and relaxing in the hammock in the hostel.

Medellín

After three days in Salento we took the bus to Medellín, where we arrived in the late afternoon. Our hotel was located in the Poblado quarter, where there are many restaurants and hotels, and which is considered relatively safe. Medellín is also called the city of eternal spring because of its climate (a stable climate all year round with up to 28° during day and no less than 18° at night), and unlike Bogota, we both liked it right away.

Medellín used to be one of the most dangerous cities in the world (at times it was the city with the highest homicide rate in the world), but since the beginning of the 2000s it has changed a lot and is now considered relatively safe (by South American standards) and popular with many expats and tourists.

During the three days we spent in the city we visited different quarters. We strolled through the Comuna 13, which used to be the main place of violence. Today the quarter is a tourist magnet thanks to its numerous street arts, which has led to a drastic reduction in crime there, also thanks to various integration projects. Nevertheless, it is still better not to stay here at night.

We also made a day trip to Guatapé, a small colorful town about 2 hours outside of Medellín. The village is located in a holiday region for the Paisa (that’s how the inhabitants of Medellín are called) and at a big lake. There is also a monolith that can be climbed. Since it was too hot for us, we were happy with the view from below.😉

One evening we also checked out Medellín’s nightlife, most of which takes place within the Poblado quarter and thus not far from our hotel. Since we came home a little later than planned, we spent the next day mainly relaxing on the terrace of the hostel. 😊

Colombia’s Caribbean coasts

From Medellín we went on to Cartagena in the north of the country. Cartagena is a highlight in Colombia because of its well-preserved historical city center. As we slowly but surely wanted to go to the beach, we only visited the city during one afternoon. The buildings within the city walls are beautiful, which explains the large numbers of tourists. In the evening we went to eat and drink something in the nearby district Getsemani. We liked this quarter very much with its small streets where people spend their evening and celebrate together.

From there we continued the next morning to the Caribbean coast to Santa Marta. From now on the plan for the coming days was only to relax. First we spent two days in a very nice hostel near Santa Marta. Since the town was nothing special, we stayed most of the time in the hammocks of the hostel. 😊

Then we drove further to Costeño Beach about one hour away. Here we stayed for another three days, enjoying the wonderfully quiet beach between palm trees and the view of the rough Caribbean sea, only interrupted by breakfast, lunch and dinner.

After almost two weeks it was time to say goodbye again. Via Bogota Sebastian flew back to Zurich and I flew back to Medellín to meet Katia again and travel together with her for another two weeks through the south of the country.

We will tell you about this in our next article.

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