In fünfzehn Tagen durch La Paz, seine Berge, und den Dschungel

Reminder – English version at the bottom of the page

La Paz – die höchste Hauptstadt der Welt

Wie immer nach einer Fahrt mit dem Nachtbus, bei denen Katia meist gut schläft, Manuel hingegen überhaupt nicht, kamen wir am frühen Morgen des 6 Januars am lebhaften Bus-Terminal an, diesmal in La Paz. Wir waren beide ziemlich gerädert von der kurvigen und holprigen Fahrt, und nahmen uns sofort ein Taxi zum Hostel, auch um nicht leichte Beute für eventuelle Taschendiebe zu sein.

Dort angekommen, haben wir eine Kleinigkeit gefrühstückt, und sind dann recht schnell auf in Richtung Stadtzentrum gegangen (da wir noch nicht ins Zimmer einchecken konnten). La Paz mit seinen knapp 1 Million Einwohnern liegt in einem Talkessel, mitten in der Hochebene Boliviens und ist der weltweit höchstgelegene Regierungssitz. Die Stadt erstreckt sich durch das gesamte Tal und zwischen den Vierteln liegen bis zu 900 Meter Höhenunterschied (von 3200 bis 4100 Metern). Dementsprechend geht man eigentlich permanent auf oder ab. Uns fiel zu allererst das absolute Verkehrschaos auf, beziehungsweise besser gesagt der quasi Stillstand des Verkehrs.

Einer der vielen Markstände entlang der Strasse
Frucht- und Gemüsestände überall
50 Jahre alte Busse prägen das Stadtbild… und verpesten die Luft ordentlich!

Ziel für diesen Tag war es, eine geeignete Trekking Agentur zu finden. Wir wollten in der Gegend um La Paz eine mehrtägige Wanderung machen mit dem Höhepunkt die Gipfelbesteigung des Huayna Potosí (6088 Meter), der als weltweit einfachster 6000er gilt. Da man hierbei trotzdem durch vergletschertes Gebiet wandert, kam für uns eine Tour auf eigene Faust nicht in Frage. Wir holten also einige Angebote für eine 5 Tages-Wanderung ein und gingen danach zurück zum Hostel und zeitig ins Bett.

Am nächsten Tag unternahmen wir eine Stadtbesichtigung auf eigene Faust, wobei Manuel die Rolle des Stadtführers innehatte 😊. Es ging vorbei am San Pedro Gefängnis, dem Hexenmarkt, verschiedene Essensmärkte und Plazas. Besonders hat uns das San Pedro Gefängnis beeindruckt, denn das Gefängnis steht mitten in der Stadt und funktioniert anders als normale Gefängnisse. Es ist dafür bekannt, dass innerhalb der Mauern eigene Gesetze herrschen. So zahlen die Insassen Miete, verdienen einen Lohn (unter anderem durch illegalen Kokainhandel), und leben teilweise mit ihren Familien zusammen.

Am Nachmittag besuchten wir noch das Coca Museum, welches die Geschichte der Coca-Pflanze und deren Bedeutung für die indigenen Völker Südamerikas beleuchtet, aber auch die traurige Geschichte des Missbrauchs der Pflanze als Droge in der westlichen Welt.

Im kleinen aber sehr informativen Coca Museum
Vorbei an der Basilica de San Francisco – im Detail erkennt man die indigenen Elemente

Uns beiden hat die Stadt mit den vielen Strassenverkäufern, den Kleidern der indigenen Bewohner, und den kleinen Strässchen auf Anhieb gut gefallen. Unsicher haben wir uns nie wirklich gefühlt, auch wenn wir stets drauf geachtet haben nach Anbruch der Dunkelheit im Hotel zu sein, und immer nur etwas Bargeld und ein Handy dabei zu haben.

Der Hexenmarkt. Hier gab es merkwürdige Dinge wie getrocknete Baby Lama Körper zu kaufen

Auch den nächsten Tag verbrachten wir noch in La Paz, vor allem um uns weiter an die Höhe zu gewöhnen. Heute stand eine Rundfahrt mit dem «Mi teleferico» an, dem weltweit ersten urbanen Seilbahnsystem. Für knapp 50 Eurocents (Bolivianos zahlen nur die Hälfte), fährt man mit einer Gondelbahn über die Stadt hinweg. Inzwischen sind 9 von 12 geplanten Seilbahnen fertig gestellt, die das tiefergelegene Zentrum mit den höherliegenden Vororten (z.B. El Alto) verbindet. Dies verkürzt die Wegzeit von knapp 45 Minuten mit dem Auto auf etwa 15 Minuten. Gleichzeitig war es für uns ein absolutes Highlight, über die Dächer der Stadt hinwegzuschweben und ein komplett anderes Bild der Stadt zu erleben.

Aus der Gondel hat man eine herrliche Aussicht auf die riesige Stadt…
…welche in jedem Bergwinkel bebaut ist. Uns wurde schon beim Anblick der Häuser an den Abgründen mulmig zu mute. Im Hintergrund erkennt man den Gipfel des Huyana Potosi
Wir beide auf einer Autobahnbrücke in El Alto, mit herrlichem Ausblick auf die gesamte Stadt

Leider wurden wir beide etwas krank, und somit planten wir auch unsere Wanderungen um. Statt einer 5-Tagestour entschieden wir uns zu einer eintägigen Akklimatisierungstour zum Pico Austria, um im Anschluss die dreitägige Gipfeltour zum Huayna Potosí in Angriff zu nehmen.

Pico Austria Tageswanderung

Am nächsten Tag wurden wir früh morgens von unserem Guide Silverino am Hotel abgeholt. Ziel für heute war die Besteigung des Pico Austria, ein 5300 Meter hoher Gipfel im Condoriri Massiv, etwa zwei Stunden von La Paz entfernt. Der Gipfel ist schneefrei und kann ohne jegliches Gerät bewandert werden, somit war es die perfekte Einführungstour für uns.

Anfangs ging es gemächlich an einem See vorbei. Im Hintergrund und spiegelnd im See erkennt man den Schneebedeckten Nevado Condoriri (5648m)
Hier dürfen Alpaccas noch Alpaccas sein 😉

Angekommen am Startpunkt der Tour, gingen wir langsam los. Wir merkten sofort die Höhe, denn der Startpunkt lag bereits auf 4600 Meter, und somit war die Luft sehr dünn. Zudem hatte Manuel mit heftigen Magenbeschwerden zu kämpfen, die am Morgen eingesetzt hatten. Keine guten Voraussetzungen also, und somit legten wir jede halbe Stunde eine kurze Pause ein.

Die erste Pause machten wir recht früh, an diesem See mit toller Aussicht
Die nächste Pause schon etwas weiter oben. Condoriri Massiv im Hintergrund und rechts von uns (zwischen den zwei Seen) das Condoriri Base Camp
Auch unser Guide Silverino darf hier nicht fehlen!
Kann man jemals genug von solchen Aussichten posten? Unserer Meinung nach nicht!

Stück für Stück kämpften wir uns bei herrlichem Wetter und einer tollen Aussicht nach oben, sodass wir nach knapp 2,5 Stunden nur noch knapp 100 Meter unterhalb des Gipfels waren. Plötzlich zog ein starkes Gewitter auf, welches innerhalb von 10 Minuten bei uns angelangt war. Es fing an stark zu Schneien und wir entschieden uns sofort zum Umdrehen, da Donner und Blitz einen ohrenbetäubenden Lärm machten und es dementsprechend ungemütlich war dort oben.

Innerhalb von fünf Minuten änderte die Situation von “fast schon Gipfelgefühle” zu “so schnell wie möglich weg hier”. Daher gibt es auch vom höchsten Punkt an dem Tag kein Bild. Hier sind wir schon wieder weit unten
Fast geschafft! Die Alpaccas interessiert das kalte Wetter wenig…

Der Weg hinab war durch den Schnee sehr rutschig und somit genau so anstrengend wie der Aufstieg. Nach weiteren 2 Stunden kamen wir komplett entkräftet am Auto an, wo Silverino erstmal eine Brotzeit für uns vorbereitete, bevor es zurück nach La Paz ging.

Wir entschieden uns, die für den nächsten Tag geplante Tour um einen Tag zu verschieben, um wieder gesund zu werden und fit in das nächste Abenteuer zu starten. Abends fielen wir todmüde ins Bett und schliefen beide am nächsten Tag etwas länger. Den Tag nutzten wir um wieder gesund zu werden und zu Kräften zu kommen.

In drei Tagen auf den Huayna Potosí

Erholt und gestärkt gingen wir am nächsten Samstagmorgen zur Agentur, wo wir noch letzte Vorbereitungen mit unserem Guide trafen (Gepäckliste durchgehen, Steigeisen vorbereiten, etc.). Danach ging es mit dem Auto in Richtung Base Camp des Huayna Potosí, welches eine einfache Hütte auf etwa 4700 Metern ist.

Das Base Camp. Einfach aber einigermassen gemütlich
Base Camp von aussen

Dort angekommen wurden wir erstmal lecker von unserem Guide Mac bekocht. Für den Nachmittag standen Übungen mit Steigeisen und Pickel, sowie Eisklettern an. Besonders auf das Eisklettern hatten wir uns beide gefreut, da wir dies unbedingt einmal versuchen wollten.

Auf dem Weg zum Fusse des Gletschers im Hintergrund
Angekommen. Erstmal den Gletscher inspizieren 🙂
In voller Montur… Ready to Rumble!

Wir wanderten bis zum Fusse des Gletschers, legten Steigeisen an, und fingen an angeseilt auf dem Gletscher herumzugehen. An die klobigen Bergsteigerschuhe und die Steigeisen muss man sich erst einmal gewöhnen. Langsam bewegten wir uns höher, bis wir zu einer Steilwand aus Eis kamen. Dort durften wir dann das Eisklettern an der etwa 15 Meter hohen Wand probieren. Zuerst an einer schrägen Wand, und danach an einer komplett vertikalen gleich daneben.

Manuel macht den Anfang beim Eisklettern. Innerhalb von ein paar Sekunden ist man so ausser Atem, dass einem nicht mehr kalt ist!
Geschafft! Siegerpose beim Abseilen 😉
Katia beim “Aufwärmen” in der schrägen Wand…
… und gleich danach in die komplett vertikale Wand! Höhenangst überwinden!

Nachdem wir uns beide ausgetobt hatten, gingen wir zurück zum Base Camp und ruhten uns den Rest des Nachmittags aus, um weiter zu akklimatisieren.

Am nächsten Tag stand morgens die Wanderung mit schwerem Rucksack vom Base Camp zum High Camp auf 5200 Metern an. Diese meisterten wir recht zügig in knapp 1,5 Stunden. Während der Wanderung kamen uns einige Gipfelstürmer entgegen, welche in dieser Nacht den Gipfel erklommen hatten. In ihren Gesichtern lasen wir die totale Entkräftung, aber auch grosse Freude über den Gipfel, denn sie hatten tolles Wetter mit Sonnenschein am Gipfel gehabt. Den Rest des Tages entspannten wir, wiederum um sich an die Höhe zu gewöhnen (zu viel Anstrengung führt zu Kopfschmerzen und Übelkeit). Bereits um fünf Uhr gab es ein frisch zubereitetes Abendessen und um sechs Uhr hiess es Zapfenstreich, denn um Mitternacht ging der Wecker um den Gipfel in Angriff zu nehmen.

Auf dem Weg vom Base Camp zum High Camp. Unser Guide Mac geht voraus
Das Dach des High Camp mit dem Gletscher und wolkenverhangenen Gipfel im Hintergrund

Das Einschlafen fiel uns beiden wegen der Uhrzeit schwer, und Manuel konnte gar nicht einschlafen. Als wir kurz nach Mitternacht aufwachten bzw. aufstanden, frühstückten wir etwas und machten uns für den Aufstieg fertig. Beim Verlassen der Hütte schneite es! Um zum Gletscher zu gelangen, mussten wir etwa eine halbe Stunde über einen felsigen Weg gehen. An sich kein Problem, doch die harten Bergsteigerschuhe und der Schnee machten das Ganze zu einer überaus anstrengenden Rutschpartie. Angekommen am Gletscher legten wir Steigeisen an, holten Pickel raus und seilten uns gegenseitig an. Wir waren mit unserem Guide zu dritt, somit konnten wir genau unser Tempo gehen.

Kurz nach ein Uhr morgens. Bereit für das Abenteuer!

Schon auf den ersten Metern ging es nur sehr mühsam voran, jeder Schritt fühlte sich an als hätte man 5kg am Fuss. Hinzu kamen der Schnee von oben, der zum einen die Sicht vernebelte, und auch unten am Fuss jeden Schritt schwerer macht (da man den Fuss mehr heben muss um nicht den Schnee vor sich herzuschieben). Trotz aller Widrigkeiten kamen wir nach einer mental schwierigen ersten Stunde in der zweiten Stunde in einen guten Rhythmus. Stück für Stück kämpften wir uns hoch. Auf etwa halbem Weg zum Gipfel gibt es eine Schlüsselstelle, wo man eine knapp 70° steile Wand mit Steigeisen und Pickel hochklettern muss (die ganze Zeit angeseilt am Guide der vorausgeht). Dies hatten wir am Vortag geübt, und es ging bei uns beiden problemlos, wenn auch oben angekommen unsere Waden brannten. Diese muss man die ganze Zeit angespannt halten, damit die Steigeisen im Eis nicht nachgeben.

Katia in der 70° steilen Eiswand auf halber Strecke (Foto auf dem Weg runter, da auf dem Weg hoch keine Zeit für Fotos waren 😉 )

Wir hofften noch immer auf eine Wetterbesserung, je näher wir dem Gipfel kamen. Es schneite jedoch stattdessen immer stärker, und somit wurde jeder Schritt noch anstrengender. Schliesslich, etwa 200 Höhenmeter unter dem Gipfel (zu dem Zeitpunkt hatten wir bereits knapp 700 Höhenmeter zurückgelegt), in einer Steilwand die wir seitlich queren mussten, fühlten wir uns beide nicht mehr wohl. Wir sahen über uns das andere Gruppen am Gipfel sofort umdrehten. Somit entschieden wir uns, noch immer in vollkommener Dunkelheit und nur im Schein unserer Taschenlampen, umzudrehen. Auch wenn es uns natürlich schwierig fiel diese Entscheidung zu treffen, dachten wir an unsere wichtigste Lektion im Lawinenkurs in der Schweiz zurück: «Am Berg musst du dein Ego zu Hause lassen». Wir hatten es ja schliesslich bis auf knapp 6000 Meter geschafft und das Wetter in den Bergen kann man nun mal nicht ändern!

Der Moment in dem wir uns für`s Umdrehen entschieden haben. Nach 3 Stunden Dauerschnee in der Steilwand konnten wir trotzdem noch lachen

Der Weg zurück war auch sehr anstrengend, doch es ging etwas schneller. Und da es langsam heller wurde, sahen wir durch welche Welt wir im Dunkeln gewandert waren. Unser Guide, der diese Tour knapp 50 Mal (!) im Jahr macht, hat uns sicher zwischen riesigen Gletscherspalten und Eiswelten hindurchgeführt. Wir sahen 30 bis 40 Meter hohe Gletscherbrüche und Gletscherspalten bei denen man nicht den Boden sieht. Eine unwirkliche Welt auf über 5000 Metern, aber gleichzeitig wunderschön!

Auf dem Weg bergab wurde es langsam hell und wir konnten erkennen wo wir entlang gingen
Riesige Eiswände…
Müüüüüde 😉

Am High Camp angekommen zogen wir uns um und packten unsere komplett nassen Sachen in den Rucksack. Es war noch immer stark am Schneien, und somit war auch der felsige Weg runter bis zum Base Camp eine absolute Rutschpartie und für uns gefühlt der gefährlichste Teil des Ganzen Abenteuers. Unten waren wir einfach nur noch froh, dass keiner von uns umgeknickt, sich ein Knie verdreht, oder sich sonst irgendwie verletzt hat. Unser Guide machte uns noch einen warmen Tee, bevor wir mit dem Auto Richtung La Paz fuhren und dort gegen Mittag ankamen.

Der felsige Weg runter… Eine einzige Qual!

Den Nachmittag verbrachten wir dann hauptsächlich mit Essen, und Manuel ging völlig entkräftet um 5 Uhr ins Bett und schlief bis zum nächsten Morgen um 9 Uhr, nur kurz von einer Essenspause unterbrochen 😊

Vom Berg in den Dschungel

Den nächsten Tag entspannten wir im Hotel und planten die kommenden Tage und Wochen. Wir realisierten, dass uns nicht mehr viel Zeit bleiben würde, um den Dschungel zu sehen. Dies stand bei uns beiden sehr weit oben auf der Liste. Somit buchten wir spontan einen Flug nach Rurrenabaque im Dreiländereck zwischen Bolivien, Peru, und Brasilien, mitten im Dschungel.

Dort wollten wir in einer Dschungel-Lodge ein wenig den Dschungel erkunden, aber vor allem auch nach den anstrengenden letzten Tagen die Zeit nutzen um runterzukommen und zu lesen.

Somit flogen wir einen Tag später in knapp 40 Minuten von La Paz nach Rurrenabaque. Wir entschieden uns für einen Flug, da die Busfahrt über die «Death Road» führt. Wie der Name vermuten lässt, passieren hier sehr häufig Unfälle, und besonders in der Regenzeit (jetzt gerade), kann es sein, dass die Strasse zwischendurch komplett überflutet ist und die Fahrt statt 10 Stunden 20 Stunden oder mehr dauert. Der Flug war also die sichere Option und hat sich gelohnt, denn wir konnten den Dschungel von oben sehen, und auch den super modernen Flughafen von Rurrenabaque erleben 😉

Gut gelandet im Dschungel!
An dem Flughafenterminal kann man sich schwer verlaufen 🙂
Und auch die Gepäckausgabe ist übersichtlich!

Wir kamen in einer sehr einfachen Lodge MITTEN im Dschungel unter. Niño, unser Gastgeber, kochte für uns und wir machten ein paar kleinere Wanderungen in den Dschungel, wo er uns verschiedene Tier und Pflanzenarten erklärte. Die restliche Zeit entspannten wir in der Hängematte oder badeten im Fluss 😊

Auf dem Weg zur “Lodge”
Relaxen nach den Strapazen der vergangenen Tage
Check in beim Rückflug 😉

Nach fünf Tagen im Dschungel ging es wieder zurück nach La Paz. Unser Bolivien Abenteuer kommt nun langsam zu einem Ende. Über den Titicacasee werden wir bald über die Grenze nach Peru gehen. Davon erzählen wir euch im nächsten Artikel.

La Paz – the highest capital in the world

As usual during an overnight bus ride, Katia usually sleeps quite well, while Manuel rarely manages to sleep at all, partly due to his long legs. The same happened this time on our way to La Paz. We arrived at the lively bus terminal in the early morning hours of 6 January. Both of us were shattered from the twisty and bumpy ride, and we immediately took a taxi to the hostel, also to avoid being an easy target for pickpockets that usually gather around these spots. Once arrived at the hostel, we had a little breakfast, and then left for the city center (since we couldn’t check into our room yet). La Paz has approximately 1 million inhabitants, and is located in a valley in the middle of the Bolivian Altiplano, and is the highest government seat worldwide. The city extends through the whole valley and between the upper and the lower districts there is a difference in altitude of up to 900 metres (from 3200 to 4100 metres). As you a consequence we constantly found ourselves walking up or downhill. The first thing we noticed was the absolute traffic chaos, if not to say the complete standstill of traffic.

The goal for this day was to find a suitable trekking agency. We wanted to do a hiking tour of several days in the area of La Paz with the highlight climbing the summit of the Huayna Potosí (6088 metres), which is considered to be the easiest 6000 m peak in the world. Since the hike goes through glaciar terrain, an independent tour was out of question. We got some offers for a 5 day hike and went back to the hostel and to bed early.

The next day we did a city tour on our own, with Manuel as our guide 😊. We passed the San Pedro prison, the witch market, and several food markets and plazas. Especially the San Pedro prison impressed us. It is located in the middle of the city and is not the typical prison we think of. Within the prison walls, it has its own rules and “mini” society. The inmates work within the community (illegally selling cocaine makes a represents a large portion of the trade within the walls), buy or rent their accommodation and often have their families living with them inside the walls.

In the afternoon we visited the Coca Museum, which explains the history of the coca plant and its importance for the indigenous peoples of South America, but also the sad story of the abuse of the plant as a drug mainly in western societies.

We both liked the city with its many street vendors, the colorful clothes of the indigenous people, and the small streets. We never really felt insecure, even though we always made sure to be in the hotel after dawn, and always had only some cash and a mobile phone with us.

We also spent the next day in La Paz to further acclimatize to the altitude. We did a round trip with the “Mi teleferico”, the world’s first urban cable car system. For about 50 Eurocents (Bolivianos pay only half), one travels with a cable car over the city. By now, 9 of 12 planned cable cars have been completed, connecting the lower-lying centre with the higher-lying suburbs (e.g. El Alto). This reduces the travel time from 45 minutes by car to approximately 15 minutes. At the same time, it was an absolute highlight for us to hover over the roofs of the city and enjoy a completely different view of the city.

Unfortunately, we both got a little sick, and we had to reschedule our planned hikes. Instead of a 5-day tour, we decided to do a one-day acclimatization tour to Pico Austria, followed by the three-day summit tour to Huayna Potosi.

Pico Austria day-hike

The next day we were picked up early in the morning by our guide Silverino at the hotel. Today’s goal was the ascent of Pico Austria, a 5300-meter-high peak in the Condoriri mountain range, about two hours away from La Paz. The summit is snow-free and can be hiked without any equipment, so it was the perfect introduction tour for us.

Arrived at the starting point of the tour, we started slowly. We immediately noticed the altitude, because the starting point was already at 4600 meters, and so the air was very thin. In addition, Manuel had to struggle with severe stomach issues, which had started in the morning. The conditions for the day were not all too good, so we took a short break every half hour.

Bit by bit we climbed our way up with beautiful weather and great views. After about 2.5 hours we were only about 100 meters below the summit. Suddenly a strong thunderstorm came up, which reached us within 10 minutes. It started snowing heavily and we immediately decided to turn around, as thunder and lightning made a deafening noise and it was rather uncomfortable up there.

The way down was very slippery due to the snow and therefore just as strenuous as the ascent. After another 2 hours we arrived completely exhausted at the car, where Silverino prepared a snack for us before we went back to La Paz.

We decided to postpone the tour planned for the next day by one day in order to get healthy again and start fit into the next adventure. In the evening we fell into bed dead tired and both slept a little longer the next day. We used the day to recover and to get our strength back.

Three days to climb Huayna Potosi

Relaxed and well recovered we went to the agency the next Saturday morning, where we made last preparations with our guide (going through the luggage list, preparing crampons, etc.). Then we drove to the Huayna Potosi Base Camp, which is a simple hut at about 4700 meters. Once arrived there, our guide Mac cooked a delicious meal for us. In the afternoon we practiced with crampons and ice axe, as well as ice climbing. We were both especially looking forward to ice climbing, because we absolutely wanted to try it once.

We hiked to the foot of the glacier, put on crampons, and started walking around on the glacier with ropes. One has to get used to the chunky mountaineering shoes and the crampons at first. Slowly, we moved higher until we came to a steep face of ice. The perfect spot for us to practice some ice climbing on the about 15-meter-high wall. First on a steep, then on a completely vertical wall right next to it.

After an hour both our lower arms were burning from exhaustion, and we went back to base camp and rested the rest of the afternoon to acclimatize further.

The next morning we had to hike from Base Camp to High Camp at 5200 meters with a heavy backpack. We mastered this quite quickly in about 1.5 hours. During the hike we met some summiteers who had climbed the summit that night. In their faces we read the total exhaustion, but also great joy about the summit, because they had had great weather with sunshine at the summit. The rest of the day we relaxed, again to get used to the altitude (too much effort leads to headaches and nausea). At five o’clock was dinner time with a freshly prepared dinner and at six o’clock it was time for curfew, because at midnight the alarm clock went off to tackle the summit.

It was difficult for both of us to fall asleep because of the early hour and Manuel could not fall asleep at all. When we woke up shortly after midnight, we had some breakfast and got ready for the ascent. When leaving the hut it was snowing! To get to the glacier we had to walk about half an hour on a rocky path. No problem in regular conditions, but the hard climbing shoes and the snow made the whole thing a slippery task. We made it to the glacier, and put crampons on, took out ice picks and roped each other up. There were three of us including our guide, so we were able to walk at our own pace.

Already the first meters felt very heavy, every step felt like having to move 5kg on your foot. On top of that there was the snow from above, which clouded the view and also made every step harder at the bottom of the foot (because you have to lift your foot more to not push the snow in front of you). In spite of all difficulties, we managed to find our rhythm after about an hour. Bit by bit we climbed our way up. About half way to the summit, there is a key point where you have to climb up a 70° steep wall with crampons and ice axe (all the time roped to the guide who goes ahead). We had practiced this the day before, and it went without quite smooth for both of us, even though our calves were burning when we reached the top. You have to keep them tight the whole time so that the crampons don’t slip in the ice.

We were still hoping for the weather to improve, the closer we got to the summit. But instead it was snowing more and more, and so every step became even more strenuous. Eventually, about 200 meters below the summit (at that time we had already climbed about 700 meters), in a steep face that we had to cross sideways, we both didn’t feel well anymore. We saw that groups above us immediately turned around once they reach the summit. So we decided to turn around, still in complete darkness and only in the light of our headlamps. Even though it was difficult for us to make this decision, we thought back to our most important lesson in avalanche courses in Switzerland: “On the mountain you have to leave your ego at home”. After all, we had made it to almost 6000 meters and the weather in the mountains cannot be changed!

The way back was also very exhausting, but it went a little faster. And as it slowly became day, we saw where we had walked through on the way up in the dark. Our guide, who does this tour nearly 50 times (!) a year, guided us safely between huge crevasses and a world of ice. We saw 30 to 40-meter-high glacier breaks, and crevasses where you can’t see the ground. An unreal world at over 5000 meters, but at the same time beautiful!

Arrived at the High Camp we changed our clothes and packed our completely wet clothes into the backpack. It was still snowing a lot, and so the rocky path down to Base Camp was very slippery. To us it felt like the most dangerous part of the whole adventure. Once arrived at the bottom, we were just glad that none of us twisted our ankles or knees or hurt ourselves in any other way. Our guide made us a warm tea before we drove with the car back to La Paz and arrived there around noon.

The afternoon was spent mainly eating, and Manuel went to bed completely exhausted at 5 o’clock and slept until the next morning at 9 o’clock, only briefly interrupted by a meal break 😊

From the mountain into the jungle

The next day we relaxed in the hotel and planned the coming days and weeks. We realized that there was not much time left to see the jungle. This was very high on our bucket list for both of us. We spontaneously booked a flight to Rurrenabaque in the border triangle between Bolivia, Peru, and Brazil, in the middle of the jungle.

There we wanted to explore the jungle a little bit in a jungle lodge, but especially rest after the exhausting last days and take time to come down and read a book.

The next day we flew from La Paz to Rurrenabaque in about 40 minutes. We decided to take a flight, because the bus ride leads through the “Death Road”. As the name indicates, accidents happen frequently. In addition, during the rainy season (right now), it is possible that the road is completely flooded in between and the trip takes 20 hours or more instead of 10 hours. The flight was therefore the safer option and it was totally worth it. We could see the jungle from above, and also experience the super modern airport of Rurrenabaque 😉

We stayed in a very simple lodge in the middle of the jungle. Niño, our host, cooked for us and we made some small hikes into the jungle where he explained us different kinds of animals and plants. The rest of the time we relaxed in the hammock or bathed in the river 😊

After five days in the jungle we went back to La Paz. Our Bolivia adventure is now slowly coming to an end. Over Lake Titicaca we will soon cross the border to Peru. We will tell you about this in the next article.

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