Silvester in der Uyuni-Wüste// New Years Eve in the Uyuni desert

Reminder – English version at the bottom of the page

Dreitages-Tour durch die Uyuni Wüste

Mit etwas Verspätung kommt hier nun unser Bericht zu unserer Tour in der Uyuni-Wüste. Am 31.12 ging es für uns los von San Pedro de Atacama in die Wüste für eine Dreitages-Tour. Bereits früh am Morgen wurden wir mit einem Minibus abgeholt. Ausser uns hatten noch 8 andere Touristen aus China, Vietnam und Australien die gleiche Tour gebucht. Gemeinsam fuhren wir also mit dem Minibus an die bolivianische Grenze auf knapp 4700 Meter (etwa 40 Minuten von San Pedro de Atacama entfernt), um dort den Einreisestempel zu erhalten und uns auf Jeeps aufzuteilen.

Zum Start der Tour hiess es erstmal in Bolivien Einreisen!

Wir teilten uns ein Auto mit einem vietnamesischen Pärchen aus Hanoi und unserem Fahrer namens Jorge. Nach einem kleinen Frühstück direkt am Grenzposten ging es dann in die Wüste. Wir hielten an verschiedenen Lagunen, von denen man unzählige Flamingos beobachten konnte.

Kurz nach dem Grenzübergang kamen wir schon zur ersten Lagune
Zum Glück kam die Wolke nicht aus dem Vulkan 🙂
Salvador Dali Wüste innerhalb des Nationalparks

Am Nachmittag ging es dann weiter zu Geysiren und brodelnden Schwefelkratern. Da wir ziemlich schnell an Höhe gewannen, waren wir beide etwas Höhenkrank und hatten mit ziemlichen Kopfschmerzen zu kämpfen. Die Einheimischen lutschen dafür Coca-Blätter und auf Anraten unseres Guides, hatten wir auch Coca-Lutschtabletten dabei. Allerdings halfen diese nur bedingt gegen die Kopfschmerzen. Dennoch genossen wir die Fahrt durch die unglaublich schöne und abwechslungsreiche Landschaft mit Lagunen, Vulkanen und Geysiren.

Die Landschaften ändern innerhalb kürzester Zeit
Rote Lagune mit tausenden Flamingos (leider aufgrund der Distanz schwer erkennbar)

Am Abend kamen wir in einem kleinen Dörfchen im Nationalpark selbst unter. Dies lag auf 4200 Metern Höhe. Unser Silvester verlief sehr unspektakulär, da wir durch die Höhe noch immer Kopfschmerzen hatten und sehr müde waren. Wir gönnten uns ein Bierchen beim Abendessen, um aufs neue Jahr anzustossen und gingen um 21 Uhr schlafen 😊

Happy new year!

Am nächsten Tag – dem ersten Tag im neuen Jahr – fuhren wir nach dem Frühstück weiter durch den Nationalpark «Andean Fauna National Reserve Eduardo Avaroa». Wir schauten uns verschiedene Vulkansteinformationen an, fuhren vorbei an Quinoa-Plantagen und konnten unzählige Lamas und Alpacas beobachten. Diese werden in Bolivien als Nutztiere gehalten, so wie bei uns Kühe, und laufen frei in der Hochebene herum. Damit die Besitzer erkennen welches Lama wem gehört, haben sie bunte Fäden an den Ohren oder am Hals. Wir mussten jedes Mal lachen, wenn wir den Tieren mit ihrem lustigen Aussehen begegneten.

Ein kleines Dörfchen mitten im Nirgendwo
Ein Lama erklärte sich zu einem kurzen Shooting bereit 😉
Als nächste ging es zur “Schwarzen Lagune”…
… und gleich danach zum “Anaconda Canyon”
Kurze Pause in der Wüste
Am Ende des zweiten Tages konnte man den Salzsee schon erahnen

Am zweiten Abend schliefen wir in einem kleinen Salzhotel in Villa Candelaria. Dieses liegt unweit vom grössten Salzsee der Erde, dem Salar de Uyuni. Beim Abendessen teilten wir uns mit Duong und Tsung (dem vietnamesischen Pärchen, mit denen wir das Auto teilten) eine Flasche Rotwein auf das neue Jahr und tauschten uns über unsere Reiserfahrungen aus. Es ging wieder früh ins Bett, denn am nächsten Tag stand der Sonnenaufgang über dem Salzsee auf dem Programm.

Um halb fünf Uhr morgens machten wir uns also gemeinsam mit unserem Fahrer und Guide Jorge auf den Weg zum Salzsee. Es war an dem Morgen leider etwas bewölkt, aber das frühe Aufstehen lohnte sich dennoch.

Sonnenaufgang auf dem Uyuni Salzsee

Anschliessend fuhren wir über den See und hatten viel Zeit lustige Fotos und Videos zu machen, die durch den Spiegel-Effekt des Salzsees möglich sind. Duong und Tsung waren gut vorbereitet und hatten verschiedene Utensilien dabei, um gute Bilder zu schiessen.

Fahrt über den See
Danach befuhren wir den ausgetrockneten Teil. Da wir noch Anfang der Regenzeit dort waren, war ein grosser Teil noch nicht mit Wasser gefüllt
Vorbei ging es auch am ersten Salzhotel, welches inzwischen verlassen ist bzw. nur noch eine kleine Bar beinhaltet
Unsere Crew während der drei Tage

Am späten Vormittag kamen wir dann im kleinen Wüstenstädtchen Uyuni an. Dort besichtigten wir noch den Zug Friedhof, wo man alte Eisenbahnen aus den Jahren 1880 anschauen kann.

Nach dem Mittagessen war die Tour zu Ende und wir verabschiedeten uns von allen. Da Uyuni kein sonderlich schöner Ort ist, beschlossen wir noch am selben Tag den Bus nach Potosi zu nehmen. Die Busfahrt mit einem lokalen Bus, in dem wir abgesehen von einem italienischen Pärchen die einzigen Touristen waren, dauerte 4 Stunden und führte durch imposante Berglandschaften auf 4000 Meter Höhe. Und so kamen wir abends in Potosi an und suchten uns ein Hostel für eine Nacht, denn am nächsten morgen wollten wir direkt weiter nach Sucre fahren. Potosi ist vor allem bekannt durch seine riesige Mine, in der heute verschiedenste Mineralien abgebaut wurden und zu Zeiten des Kolonialismus die weltweit grössten Silbervorkommen gefunden wurden. Die heute noch aktive Mine kann man besichtigen als Tourist. Wir entschieden uns aber aus ethischen Gründen dagegen, weil der Arbeitsbedingungen dort sehr schlecht sein sollen.

Sucre

Nach Sucre waren es dann mit dem Bus nochmal 3 Stunden. Die Stadt gefiel uns auf Anhieb sehr gut. Sucre wird auch oftmals «die weisse Stadt» genannt, da dort noch viele weisse Kolonialbauten stehen. Die spanische Kolonialherrschaft machte Sucre damals (ca. 1550) zum kulturellen, administrativen und religiösen Zentrum der Region, weshalb die Stadt einen grossen Reichtum genoss. Heute ist Sucre nur noch die konstitutionelle Hauptstadt Boliviens (Sitz des obersten Gerichtshofes) und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir verbrachten dort 2,5 Tage und schauten uns verschiedene Sehenswürdigkeiten an.

Am 5.01 nahmen wir dann abends einen 12-Stündigen Nachtbus nach La Paz, der Hauptstadt Boliviens. Wie uns La Paz gefallen hat und was wir dort gemacht haben, erzählen wir euch beim nächsten Mal.

Three-day tour through Uyuni desert

Here comes our slightly delayed report of how we spend New Years Eve in the Uyuni Desert. On 31.12 we started from San Pedro de Atacama into the desert for a three-day tour. Early in the morning we were picked up by a minibus. Besides us, 8 other tourists from China, Vietnam and Australia had booked the same tour. We drove with the minibus to the Bolivian border at about 4700 meters and 40 minutes away from San Pedro de Atacama. We had to line up to get the entry stamp and were split up onto three different jeeps.

We shared a car with a Vietnamese couple from Hanoi and our driver named Jorge. After a small breakfast directly at the border post we went into the desert. We stopped at different lagoons from where you could watch countless flamingos.

In the afternoon we stopped at geysers and bubbling sulfur craters. Since we gained altitude quite fast that day, we both got hit by altitude sickness and had to fight with quite a headache. The locals suck coca leaves and following the advice of our guide, we also had coca lozenges with us. However, these only helped against the headaches to a limited extent. Nevertheless, we enjoyed the trip through the incredibly beautiful and varied landscape with lagoons, volcanoes and geysers.

In the evening we stayed in a small village in the national park itself. This was at an altitude of 4200 meters. Our New Year’s Eve was very unspectacular: as we still had headaches due to the altitude and were very tired, we treated ourselves to a beer at dinner to toast the new year and went to bed at 9 pm. 😊

The next day, after the first breakfast of the new year, we drove on through the “Andean Fauna National Reserve Eduardo Avaroa”. We looked at different volcanic rock formations, drove past quinoa plantations and could observe countless llamas and alpacas. In Bolivia these animals are kept as livestock, like cows in our country, and run around freely in the plateau. In order for the owners to recognize which lama belongs to whom, they have colorful threads on their ears or neck. We had to laugh every time we met the animals with their funny looks.

The second evening we slept in a small salt hotel in Villa Candelaria. This is not far from the largest salt lake on earth, the Salar de Uyuni. At dinner we shared a bottle of red wine with Duong and Tsung (the Vietnamese couple with whom we shared the car) and exchanged our travel experiences. We went to bed early again, because the next day we had to get up at 4 to watch the sunrise over the salt lake.

At half past four in the morning we set off for the salt lake together with our driver and guide Jorge. Unfortunately, it was a bit cloudy that morning, but it was still worth getting up early. Afterwards we drove over the lake and had a lot of time to take funny photos and videos, which are possible because of the mirror effect on the salt lake. Duong and Tsung came well prepared and had various tools with them to take good pictures.

In the late morning we arrived in the small desert town of Uyuni. As the final sight of the three-day tour, we visited the train cemetery, where you can see old railroads from the years 1880.

After lunch the tour was over and we said goodbye to everybody. Since Uyuni did not seem very appealing to us, we decided to take the bus to Potosi the same day. The bus ride with a local bus, in which we were the only tourists apart from an Italian couple, took 4 hours and led us through impressive mountain landscapes at 4000 meters altitude. We arrived in Potosi in the evening and looked for a hostel for one night, because the next morning we wanted to go straight on to Sucre. Potosi is mainly known for its huge mine, in which nowadays various minerals are mined. During colonial times it used to be the world’s largest silver deposits. The still active mine can be visited as a tourist tour. We decided against it for ethical reasons, because the working conditions there are said to be very bad.

Sucre

To Sucre it was another 3 hours by bus. We liked the city very much right away. Sucre is often called “the white city”, because there are still many white colonial buildings. The Spanish colonial rule made Sucre the cultural, administrative and religious center of the region at that time (about 1550), which is why the city enjoyed great wealth. Today Sucre is only the constitutional capital of Bolivia (seat of the highest court of justice) and is a UNESCO World Heritage Site. We spent 2.5 days there and visited various sights.

On 5.01 we took a 12-hour night bus in the evening to La Paz, the capital of Bolivia. How we spent our time in and around La Paz will be the topic of our next article! Stay tuned 😊

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