Torres del Paine Nationalpark: spektakuläre Gletscherwelten und Wälder // Incredible glacier sceneries and wild forests

Reminder – English version at the end of the page

Mit dem neuen Campingmaterial ausgestattet und voll bepackt mit Proviant für die kommenden sieben Tage, starteten wir vergangenen Mittwoch (20/11) unsere Wanderung im Torres de Paine Nationalpark. Dafür ging es zunächst mit dem Bus von Puerto Natales zum Eingang des Parks (ca. 1.5 Stunden Fahrt), wo man sich erstmal registrieren musste.

Es gibt mehrere Wanderungen, die man im Park machen kann: von Tageswanderung bis zu ausgedehnteren Mehrtageswanderungen zwischen vier und acht Tagen. Wir entschlossen uns für die längste Variante, die komplette Umrundung des Nationalparks, auch das «O» genannt (die halbe Umrundung in 4-5 Tagen wird «W» genannt). Da wir keinen Zeitdruck haben und wir vorher gelesen hatten das speziell der hintere Teil des Parks besonders schön und ruhig sei, fiel uns die Entscheidung nicht schwer. Es standen also insgesamt knapp 125 Kilometer Wandern vor uns.

Nachdem der Bus uns am Startpunkt gegen 15h rausgelassen hat, gingen wir gleich los. Zum ersten Camping waren es ungefähr 15 km vorwiegend durch Wald und Wiesen. Es hatte allerdings in den Tagen zuvor ungewöhnlich viel geregnet für diese Jahreszeit und somit waren einige Passagen überschwemmt. Dennoch kamen wir einigermassen trockenen Fusses am ersten Campingplatz an. Abends gab es Nudeln mit Tomatensosse, da die kulinarischen Möglichkeiten mit einem kleinen Campingkocher recht begrenzt sind. Doch nach einer langen Wanderung schmeckt einfach alles viel besser 😊! Da es auf diesem Camping keinerlei Möglichkeit gab sich irgendwo innen aufzuwärmen, haben wir uns gleich nach dem Essen in unser Zelt verkrochen. Unsere erste Nacht im Zelt war sehr erholsam, denn selbst bei Temperaturen zwischen 0-5° in der Nacht hielten uns der Schlafsack und die Matratze schön warm.

Am zweiten Tag stand eine 20 km Etappe an, welche uns zum Lago Dickson führen sollte. Der Campingplatz lag direkt neben dem Gletschersee, auf dem einige Eisschollen schwammen.

Dort machten wir Bekanntschaft mit Diana und Lucas aus Augsburg, die ebenfalls auf einer Weltreise sind. Gemeinsam mit den beiden und Michael aus Berlin assen wir zu Abend. Zum Glück gab es auf diesem Campingplatz einen Raum zum Kochen, in dem man sich etwas aufwärmen konnte. Unsere Schuhe und Füsse waren nämlich zum Ende der Wanderung nass geworden.

Moorlandschaft

An einer Stelle hatten wir uns entschieden die Schuhe auszuziehen und barfuss durch einen knapp 30m breiten überschwemmten Teil zu gehen, bei dem uns unsere Füsse wegen der Kälte des Wassers fast abfroren. Leider hat es uns an einer anderen Stelle dann doch noch erwischt und unsere Schuhe waren komplett nass. Der wunderschöne Gletschersee und Ausblick vom Campingplatz ließen uns das aber schnell vergessen.

Petrus schien auch am dritten Tag auf unserer Seite zu sein und bescherte uns mit strahlendem Sonnenschein. Die dritte Etappe war eher kurz mit 13 km und brachte uns zum Gletscher Los Perros. Zudem merkten wir auch mit jedem Tag wie der Rucksack ein wenig leichter wurde, da wir mehr und mehr Essen verbrauchten. Nach einem kleinen Anstieg zum Ende der Wanderung, genossen wir einen traumhaften Ausblick auf den Hängegletscher und den anliegenden Gletschersee.

Der kleine gleichnamige Campingplatz «Los Perros» lag direkt im Tal neben dem Gletscher. Wir kamen bereits im frühen Nachmittag dort an und konnten den restlichen Nachmittag damit verbringen am Flussufer etwas Sonne zu tanken, unsere Kleidung im Fluss zu waschen und zu trocknen.

Angekommen am Camping und entspannen in der Sonne

Am vierten Tag stand der wohl mit Abstand härteste Tag der ganzen Woche an. Auf Anraten der Park- Ranger brachen wir bereits um 5:30 Uhr auf, denn wir hatten eine Passüberquerung mit zum Teil noch schneebedeckten Felden vor uns und insgesamt knapp 1000 Höhenmeter und 16km zu bewältigen. Als wir losgingen war es zum Glück bereits hell, sodass wir die Stirnlampen nach dem Frühstück einpacken konnten.

Nach circa 3 Stunden und einem anstrengenden Aufstieg über Geröll und Schneefelder erreichten wir den Pass auf etwas mehr als 1000m Höhe. Die Aussicht, die sich uns dort bot, liess uns für einige Momente sprachlos werden. Überwältigend war der Ausblick auf den riesigen Grey Gletscher, welcher 30 km lang und mehrere Kilometer breit ist.

Dort oben pfiff jedoch ein Wind der uns fast weg blies, und somit konnten wir uns nicht lange auf der Passhöhe aufhalten und machten uns nach einer kurzen Fotosession weiter auf den Weg bergab. Die restliche Strecke war ein ständiges rauf- und runterklettern mit teilweise sehr steilen Stücken. Wir stiegen vom Pass hinab und kamen dem Gletscher langsam aber sicher näher. Es ging noch über drei grosse Hängebrücken, die grössere Schluchten passierten.

Nach 10 Stunden erreichten wir dann total erschöpft den nächsten Campingplatz und fielen direkt nach dem Abendessen todmüde ins Bett bzw. Campingmatratze 😊. Da dies der erste Campingplatz war, wo auch die Wanderer des «W» (kürzere Wanderung) übernachteten, war hier schon bedeutend mehr los.

Siegerfoto nach 10 Stunden Wanderung

Nach fast 11 Stunden Schlaf, sind wir am nächsten Tag erholt, jedoch noch mit etwas müden Beinen wieder bei Sonnenschein aufgestanden. Wir hatten bis zu dem Zeitpunkt in den 4 Tagen noch keinmal die Regenjacke rausholen müssen, was laut der Ranger auch extrem selten ist. Wir hatten also wirkliches Glück mit dem Wetter!

Glücklicherweise stand an diesem Tag eine recht entspannte Etappe mit 11km an. Das Ziel war der Paine Grande Campingplatz. Da es in der Nähe des Grey Campingplatzes einen guten Aussichtspunkt auf den Grey Gletscher gibt, entschieden wir uns um 7 Uhr morgens ohne Gepäck dorthin zu wandern bevor es zum nächsten Camping ging. Wer weiss ob man diesen gewaltigen Gletscher nochmal so zu Gesicht bekommt, da dieser (wie die meisten Gletscher) jährlich schrumpft.

Dies hat sich gelohnt, denn wir hatten den Spot für uns alleine und die Aussicht auf den Gletscher und die riesigen Eisschollen die davor schwammen waren überwältigend. Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, gingen wir zurück zum Camping und frühstückten gemütlich und machten uns auf den Weg.

Blick vom Aussichtspunkt früh am Morgen – Eisschollen die so gross sind wie mehrere Einfamilienhäuser und im Hintergrund der Gletscher

Wir kamen im frühen Nachmittag am Campingplatz an, und nachdem wir uns installiert hatten, konnten wir den Nachmittag ausruhen. Da ein absolutes Traumwetter herrschte, machten wir eine ausgedehnte Dehnsession (Achtung Wortspiel) am See in kurzer Hose und Shirt. Dabei hatten wir wolkenfreie Sicht auf die Torres, eine der Hauptattraktionen im Park.

Entspannen am See bei traumhaftem Wetter
Blick auf die Torres
Picknick am Campingplatz

Als wir am nächsten Tag aufwachten, war es stark am Regnen. Unser Glück mit dem Wetter kam schlagartig zu einem Ende. Wir gingen an die Campingrezeption und schauten uns den Wetterbericht an. Es war den ganzen Tag starker Regen gemeldet, für den nächsten Tag sogar leichter Schnee. Für den Abend hatten wir einen Campingplatz reserviert, bei dem es jedoch keinerlei Möglichkeit zum Aufwärmen oder Trocknen gab. Wir entschieden uns daher, am Paine Grande Camping um eine Nacht zu verlängern, und am nächsten Tag zwei Etappen an einem Tag zu laufen, in der Hoffnung besseres Wetter zu erwischen.

Früh am Morgen – vorbei mit der Sonne…

Somit verbrachten wir den Tag damit unser Zelt, welches beim Einpacken am Morgen komplett nass geworden war, wieder zu trocknen, und schafften es im Nachmittag ein kurzes Wetterfenster zu nutzen, um es trocken wieder aufzustellen. Am Vorabend hatten wir auch Manuel und Julia aus Österreich (aber ebenfalls in Zürich leben) kennengelernt, die zufällig ihr Zelt neben unseres gestellt hatten. Die beiden trafen dieselbe Entscheidung und verbrachten den Tag ähnlich wie wir, mit Zelt trocknen und Zeit totschlagen.

Beim Abendessen entschieden wir am nächsten Tag die lange Etappe gemeinsam in Angriff zu nehmen, und stellten den Wecker auf 5 Uhr, um gegen 6 loszugehen. Am nächsten Tag ging es somit um 6 Uhr morgens los. Die Rucksäcke waren inzwischen um einiges leichter, und somit war auch das Tempo im Gegensatz zu den ersten Tagen höher.

Am nächsten Morgen schien jedoch wieder die Sonne als wir losgingen

Trotzdem zogen sich die 26 Kilometer hin, bis wir gegen 4 Uhr nachmittags endlich am Campingplatz ankamen. Besonders die letzten Kilometer waren hart, denn ab etwa Kilometer 20 sahen wir den Zeltplatz, er kam jedoch gefühlt überhaupt nicht näher. Unser Plan ist jedoch aufgegangen, denn bis auf kurze 15 Minuten am Morgen sind wir komplett trocken durch den Tag gekommen, und hatten sogar das Glück gegen Ende der Wanderung eine Gruppe von Kondoren weit über uns Fliegen zu sehen.

Je später der Tag desto besser wurde das Wetter

Die vorletzte und längste Etappe war somit geschafft, und es stand am nächsten Tag nur noch der Aufstieg zu den Torres an. Da wir dort zum Sonnenaufgang sein wollten, jedoch drei Stunden Aufstieg nötig waren, entschieden wir uns wieder gemeinsam mit Manuel und Julia, um 3 Uhr morgens loszulaufen.

Nach ein paar Stunden Schlaf schellte der Wecker also um 02.30 in der Nacht. Schnell alle Sachen angezogen die wir dabei hatten, einen Rucksack mit Schlafsäcken und etwas zu trinken gepackt, und los ging es.

Aufstieg um 3 Uhr morgens

Da die Mädels ohne Rucksack und die Jungs nur leicht bepackt waren, gingen wir sehr zügig hoch, und kamen nach wenigen Minuten schon ins Schwitzen, denn der Weg stieg gleich steil an.

Nach knapp 1h30 erreichten wir einen Campingplatz der auf halber Strecke lag. Eine kurze Toilettenpause, etwas trinken und einen Riegel, und weiter ging es nach oben. Die zweite Hälfte stieg steil an, auf den letzten zwei Kilometern machten wir fast 300HM, teils durch schwieriges Gelände mit grossen Stufen und Steinen.

Gegen 6h15 waren wir dann endlich oben! Es zog gewaltig, doch die Torres waren einigermassen frei von Wolken. Wir versuchten es uns also so bequem und warm wie möglich zu machen. Kein einfaches Unterfangen denn dort oben stürmte es heftig. Die Aussicht in dem Bergkessel war jedoch unglaublich, und so verharrten wir dort für etwa 30 Minuten.

Irgendwann wurde es uns allen dann aber doch zu kalt, und da es keine Aussicht auf Wolkenaufzug gab, entschieden wir uns für den Abstieg. Wir begannen den teils sehr anstrengenden Abstieg, welcher nochmals drei Stunden dauern sollten.

Vorbei an haushohen Felsbrocken

Dabei kamen uns Horden von Tagestouristen entgegen. Obwohl viele davon geführte Touren mit einem Guide machten, trugen sie teilweise normale Strassenkleidung und Schuhe ohne jegliches Profil. Nachdem wir die Strecke ein paar Stunden vorhergesehen hatten, konnten wir über solch eine Leichtsinnigkeit nur den Kopf schütteln. Selbst wenn viele von Ihnen es wohl irgendwie bis oben schaffen würden, würden sie die Aussicht bei den Temperaturen und in der Kleidung, als auch den teils gefährlichen Abstieg sicherlich nicht geniessen können.

Nachdem wir sicher unten angekommen waren und sogar die Sonne rauskam, waren wir überglücklich und alle Anstrengungen vergessen. Wir hatten die Runde unverletzt und ohne grössere Probleme geschafft. Für uns beide war es eine härtere Herausforderung als wir vorher gedacht hatten. Umso schöner war es gemeinsam über die imaginäre Ziellinie von 120km zu laufen 😊

Fazit für uns beide war, dass die Woche eine tolle Erfahrung war. Die verschiedenen Landschaften von Wäldern, Mooren, Gletschern, etc. waren Atemberaubend und wechselten genauso schnell wie das Wetter. Auch fanden wir es sehr schön, wie man Freud und Leid der Wanderung mit den anderen Wanderern teilt, wenn man abends gemeinsam in der Küche sitzt. 

Zurück am Campingplatz, entschieden wir uns noch etwas hinzulegen, und schliefen innerhalb von einer Minute komplett erschöpft ein. Nach einer Stunde standen wir auf, packten unser Zelt ein, und fuhren mit dem Bus zurück nach Puerto Natales. Dort verabschiedeten wir uns von Manuel und Julia, die am nächsten Morgen gleich weiter nach El Chaltén in Argentinien fuhren. Wir trafen uns abends noch mit Diana, Lucas, und ein paar andere Leuten, welche wir auf dem O kennengelernt hatten, in einer coolen Gin Bar, und stiessen auf die gemeinsam gemeisterte Herausforderung an.

Am nächsten Tag fuhren wir dann mit dem Bus in knapp 5 Stunden entfernte El Calafate in Argentinien. Die Landschaft während der Fahrt änderte sich komplett, und wir fuhren Stundenlang durch steppenartige Landschaften, die uns beide an Kasachstan erinnerten. Hier haben wir uns einen Ruhetag gegönnt, und schauten uns am Samstag (30/11) den Perito Moreno Gletscher an. Davon berichten wir euch dann im nächsten Artikel.

Equipped with the new camping and packed with provisions for the upcoming seven days, we started our hike in the Torres de Paine National Park last Wednesday (20/11). We took the bus from Puerto Natales to the entrance of the park (about 1.5-hour drive), where you have to register first.

There are several hikes that can be done in the park: from one-day hikes to longer multi-day hikes between four to eight days. We decided to tackle the longest trek, the complete circuit around the national park, also called the “O” (the semi tour in 4-5 days is called “W”). We have no time pressure and because we had read that especially the back part of the park is paticularly beautiful and quiet, the decision was easy for us. This meant 125 kilometers were waiting for us.

The bus dropped us at the starting point at around 3pm, and we started the first stage immediately. To the first camping site it was about 15 km mainly through woods and meadows. It had poured the days before so several passages were flooded. Nevertheless we arrived at the first campsite with dry feet. In the evening we had pasta with tomato sauce, because the culinary possibilities with a small camping stove are quite limited. But after a long hike everything tastes much better 😊! Since there was no possibility to warm up anywhere inside on this campsite, we jumped into our tent right after dinner. Our first night in the tent was good, because even at temperatures between 0-5° during the night, our sleeping bags and the mattresses kept us nice and warm.

The second day was a 20 km stage which brought us to Lago Dickson. The campsite was right next to the glacier lake, on which some ice floes were swimming. We met Diana and Lucas from Augsburg, who are also on a trip around the world. We enjoyed our dinner together with them and Michael from Berlin. Fortunately there was a cooking room on this campsite where we could warm up a bit. Our shoes and feet had become wet at the end of the hike. At one point we decided to take off our shoes and walk barefoot through an almost 30m wide flooded part where our feet almost froze off because of the cold water. Only shortly after this, there was another wet spot which we underestimated and so we ended the stage with completely soaked shoes. The beautiful glacier lake and view from the camping site made up for this easily though.

The weather was also on our side on the third day. The third stage was rather short with 13 km and brought us to the glacier “Los Perros”. The backpacks also got lighter day by day as we consumed more and more food. After a small ascent towards the end of the hike, we enjoyed a fantastic view of the hanging glacier and the adjacent glacial lake. The small campsite of the same name “Los Perros” was located in the valley next to the glacier. We arrived there in the early afternoon and could spend the rest of the afternoon on the riverbank getting some sun, washing and drying our clothes in the river.

The fourth day was announced as the hardest day of the whole week. The park rangers advised everyone to start early, and so we left already at 5:30 a.m. We had to climb up to a pass with several large snow fields and a total of 1000 meters of ascent and 16km to overcome. When we started our day, the sun was fortunately already out, so that we didn’t need out headlamps.

After about 3 hours and a strenuous ascent, we reached the pass at a little more than 1000m altitude. The view from there left us speechless for a few moments. The view on the huge Grey Glacier (30 km long and several kilometers wide) was overwhelming. It was blowing so heavily up there though, that we couldn’t stay long on the top of the pass and after a short photo session we continued our way downwards. The rest of the way was a constant climbing up and down with very steep parts. We descended from the pass and came closer to the glacier step by step. We had to pass 3 big suspension bridges over bigger gorges. After 10 hours we reached the next campsite and were totally exhausted, so we fell into bed or camping mattress directly after dinner. As this was the first camp site where the hikers of the W stayed too, there was already a lot more going on here than in the previous campsites.

After almost 11 hours of sleep, we woke up well recovered but still with slightly sore legs. And the sun was shining again. Up to that point in the 4 days we hadn’t even had to take out our raincoats to protect ourselves from the rain, which according to the ranger is extremely rare. We were really lucky with the weather!

It was quite an easy stage with only 11km. The destination was the “Paine Grande” campsite. Since there is a good view point near the Grey campsite on the Grey Glacier, we decided to walk there at 7 o’clock in the morning without luggage before starting the actual trek. This was a good decision: we had the spot for ourselves and the view of the glacier and the huge ice floes swimming in front of it were amazing. Who knows if we will see such a panorama again (since nearly all glaciers are shrinking). After we had enjoyed the view we went back to the camping and had a nice breakfast.

We arrived at the Paine Grande campsite in the early afternoon, and after we had installed ourselves, we could rest the afternoon. As the weather was fantastic, we did an extended stretching session at the lake in shorts and shirt. We had a cloudless view of the Torres, one of the main attractions in the park.

When we woke up the next day, it was pouring raining. Our luck with the weather had come to an abrupt end. We went into the building and looked at the weather forecast. It announced heavy rain the whole day, for the next day even some snow. For the evening we had reserved a camping site, but there was no possibility to warm up or dry over there. So after some time we decided to extend our stay at Paine Grande Camping by one night, and walk two stages in one day the next day, hoping for better weather.

We spent the rest of the day drying our tent, which had gotten completely wet when we packed it together in the morning, and managed to use a short weather window in the afternoon to pitch it dry again. The evening before we had also met Manuel and Julia from Austria, who happened to have put their tent just next to ours. The two made the same decision and spent the day like us, drying their tent and killing time.

At dinner, we decided to tackle the long stage of the next day together and set the alarm clock at 5 o’clock to start walking at 6 o’clock. We started the day without breakfast. The backpacks were a lot lighter in the meantime, and so the speed was higher compared to the first days. Nevertheless, the 26 kilometers dragged on until we finally arrived at the campsite around 4 pm. Especially the last kilometers were hard, because from about kilometer 20 we saw the campground, but it did not come closer at all. However, our plan had worked out, because except for a short 15 minutes in the morning we were completely dry throughout the day, and even had the luck towards the end to see a group of condors flying far above us.

The longest stage was thus finished, and what was left of the week was only the ascent to the Torres the next morning. Since we wanted to be there at sunrise, but three hours of ascent were necessary, we decided again together with Manuel and Julia to leave at 3 o’clock in the morning.

After a few hours of sleep the alarm went off at 02.30 in the night. We quickly put on all the clothes we had, packed a backpack with sleeping bags and something to drink, and off we went. Since the girls walked without backpacks and the boys were only lightly packed, we went up very fast, and after a few minutes we started sweating, because the way went up steeply.

After about 1h30 we reached a campground which was halfway there. A short toilet break, something to drink and an energy bar, and further we went up. The second half climbed steeply, on the last two kilometers we made almost 300 meters in altitude, partly through difficult terrain with big steps and stones. Around 06.15 we finally reached the top! Heavy winds again, but the Torres were to some extent free of clouds. We tried to position ourselves as comfortably and warm as possible. No easy undertaking in these rough conditions. The view in the cauldron was however unbelievable, and thus we stayed there for about 30 minutes. But at some point, it got too cold for all of us, and as there was no sign of improving conditions, we decided to start the descent.

We started the very exhausting descent, which should take another three hours. Hundreds of day tourists came up the opposite way on our way down. Although many of them were part of a guided tour, some of them wore normal street clothes and shoes without any profile. After we had seen the route a few hours before, we could only shake our heads about such carelessness. Even if many of them would certainly make it to the top somehow, they certainly wouldn’t be able to enjoy the view at these temperatures and their clothes, as well as the sometimes dangerous descent.

After we arrived safely at the bottom and even the sun came out, we were overwhelmed and forgot all the pain of the past couple of days. We have completed the O circuit without any injuries and without any major problems. For both of us it was a harder challenge than we thought before. It was great to pass the fictional finish line of 120km together😊

We both think of the week as a great experience. The different landscapes of forests, moors, glaciers, etc. were breathtaking and changed as fast as the weather. We also found it very nice to share the joy and sorrow of the hike with the other hikers in the evenings during dinner. 

Back at the campsite, we decided to lie down to get some rest and fell asleep completely exhausted after a few minutes. After an hour we got up, packed our tent and took the bus back to Puerto Natales. We said goodbye to Manuel and Julia, who went on to El Chaltén in Argentina the next morning. In the evening we met with Diana, Lucas, and some other people we had met on the O, in a cool gin bar, and toasted the challenge we had mastered together.

The next day we took the bus to El Calafate in Argentina, approximately 5 hours away. The landscape changed completely during the trip, and we drove for hours through steppe-like landscapes that reminded us of Kazakhstan. Here we had a rest day, and on Saturday (30/11) we visited the Perito Moreno glacier. We’ll tell you more about it in the next article.

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