Santiago in Aufruhr // Santiago is burning

Reminder: English version at the bottom of the page

Nach ein paar Wochen in der Heimat, brachen wir am Mittwoch 13.11 auf nach Santiago de Chile für den zweiten Teil unserer Weltreise. Wir hatten einen längeren Zwischenstopp in Madrid und nutzen die Zeit, um ein paar Tapasbars in der Stadt zu testen. Wir mussten ja schließlich auf den Start eines weiteren Kapitels unserer Reise anstoßen 😊!

Tapastour in Madrid
Madrid am Abend. Kurz danach ging es wieder Richtung Flughafen

Der Nachtflug dauerte etwa 13.5 Stunden und daher waren wir recht müde als wir dann am Donnerstag in Santiago ankamen. Das Hostel, welches wir gebucht hatten, lag sehr zentral im touristischen Teil Santiagos. Auf Anraten der Inhaberin des Hostels sollten wir uns abends lieber nicht in den Straßen des Zentrums aufhalten, dies aufgrund der anhaltenden Demonstrationen. Es hatte in den Tagen und Wochen vor unserer Anreise leider auch Brandstiftungen und gewalttätige Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben.

Tagsüber war es in den Straßen jedoch ruhig und wir konnten gemütlich durch die Gegend schlendern. Allerdings machten viele Geschäfte, Banken und Restaurants ab 16-17 Uhr zu und verbarrikadierten die Schaufenster und Türen aus Angst vor Vandalismus. Zudem war die Stadt übersäht von Graffitis und Aufschriften, die zur Revolution gegen die Regierung aufriefen.

Es war für uns sehr beeindruckend dies aus nächster Nähe mitzubekommen und mit den Menschen vor Ort über die Gründe der Demonstrationen zu sprechen. Die meisten mit denen wir gesprochen haben erklärten uns stolz, dass sie für eine neue Verfassung und mehr Mitspracherecht des Volkes demonstrieren. Die jetzige Verfassung stammt noch aus Zeiten der Militärdiktatur und sieht kaum Vorkehrungen in Sachen Gesundheit oder Alters-/Invalidenrente vor.

Demonstrationen nur wenig von unserem Hotel entfernt. An dem Tag hat die Regierung jedoch das April Referendum verkündet und somit war die Stimmung eher ausgelassen und positiv

Nach zwei Tagen waren wir dann aber auch froh die brennenden Straßen Santiagos wieder verlassen zu können. Unser Weiterflug nach Patagonien, genauer gesagt nach Punta Arenas ganz im Süden des Landes, stand an.  Dort konnten wir wieder unsere warme Kleidung auspacken, denn im Gegensatz zum 33° Grad warmen Santiago, war es hier mit 10° Grad und starkem Wind recht kühl und nass.

Direkt am Meer gelegen, erkundeten wir die Strandpromenade und das Zentrum der kleinen Hafenstadt und entdeckten am Abend per Zufall ein nettes Restaurant wo wir die lokale Küche austesten konnten.

Auch wenn die Sonne scheint ist es hier meist windig und kalt
Entspannter Kaffee am Nachmittag
Manuel, unser Host in Punta Arenas. Er und seine Frau waren sehr nett und wir konnten beim Abendessen unsere Spanischkenntnisse anwenden 😉

Am nächsten Tag nutzten wir die Zeit für einen Großeinkauf im Supermarkt, um genug Proviant zu besorgen, bevor es mit dem Bus weiter nördlich in das kleinere Städtchen Puerto Natales ging. Von dort aus starteten wir eine 8-tägige Wanderung im Torres del Paine Nationalpark. Hierzu erzählen wir euch dann mehr in unserem nächsten Beitrag!

After a few weeks back at home, we left again on Wednesday 13.11 for Santiago de Chile for the second part of our world trip. We had a 9-hour stopover in Madrid and used the time to test some tapas bars in the city. After all, we had to toast the start of another chapter of our journey 😊!

The overnight flight to Santiago took 13.5 hours and when we arrived, we were both pretty tired. The hostel we had booked was centrally located in the tourist area of Santiago. The girl at the reception advised us not to leave the hostel after 4pm because that is when the daily demonstrations would start. In the days and weeks before our arrival there had been violent and deadly riots between demonstrators and the police with more than 20 casualties.

During the day, however, it was quiet in the streets and we could stroll through the area. However, many shops, banks and restaurants closed from 16-17 o’clock and barricaded the shop windows and doors from fear of rioting. Besides the city was covered by Graffities and inscriptions which called to the revolution against the government. We also saw several burnt down buildings, mainly banks, larger shops and churches.

It was very impressive for us to see this up close and to talk to the local people about the reasons for the demonstrations. Most of those we spoke to proudly told us that they were demonstrating for a new constitution and more participation possibilities for the people in the political processes. The current constitution dates back to the military dictatorship and does not provide for much in the way of health or old age/disability pensions.

After two days we were happy to leave the burning streets of Santiago again. Our onward flight to Patagonia, more precisely to Punta Arenas in the very south of the country was planned for the afternoon.  Arrived down there, it was time to unpack our warm clothes, because compared to the 33° degrees in Santiago, it was cold and wet here with 10° and strong winds.

Located directly at the sea, we explored the beach promenade and the center of the small port city. In the evening, we discovered a nice restaurant where we could test the local kitchen.

The next day we used the time for a grocery shopping in the supermarket to get enough provisions before we took the bus further north to the smaller town of Puerto Natales. From there we started an 8-day hike in the Torres del Paine National Park. We will tell you more about this in our next article!

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