Tradition und eine blinkende Skyline: eine Reise durch Chinas Geschichte

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Hangzhou

Unsere nächste Station der Reise brachte uns nach Hangzhou. Von Guilin aus brauchten wir mit dem Schnellzug nur knapp 8 Stunden dorthin. Hangzhou liegt zwei Stunden süd-westlich von Shanghai und ist bekannt für seine traditionellen Teeplantagen. Vor allem Grüntee, der beliebteste Tee der Chinesen, wird hier angebaut. Wir verbrachten hier zwei Tage und kamen in einem kleinen Hostel ausserhalb der Stadt unter.

Vom Hostel aus machten wir uns am ersten Tag auf zu einem Spaziergang durch die Teefelder, die ganz in der Nähe liegen. Die Region ist der ideale Ort für den Tee Anbau, weil sie jährlich viele Regentage verzeichnet. So geschah es dann auch, dass wir vom Regen überrascht wurden bei unserem Spaziergang. Daher beschlossen wir ins Teemuseum zu gehen. Normalerweise sind wir nicht wirklich Museumgänger, aber dieses war sehr informativ und einen Besuch wert (und zudem Gratis!). Anschliessend durften wir in einem kleinen Teeladen neben dem Museum eine Tee-Probe machen. Wie bei einer Weinprobe, darf man hier verschiedenste Teesorten ausprobieren. Zudem erklärte uns der junge Verkäufer genau wie jeder Tee zubereitet werden sollte (Menge, Ziehzeit, Wassertemperatur, etc.). 

Da es noch immer in Strömen am Regnen war, machten wir uns danach auf den Rückweg zum Hotel und kamen dort komplett durchnässt an. Wir hatten morgens weder Regenjacke eingepackt noch wasserdichte Schuhe angezogen 😊. Auch der nächste Tag war verregnet und wir gingen, diesmal mit voller Regenausrüstung, ein kleines buddhistisches Nonnenkloster unweit vom Hotel besichtigen, bevor wir am Sonntagnachmittag den Zug Richtung Shanghai nahmen.

Shanghai

Manuel hatte zum Abschied von seinen Kollegen einen Hotelgutschein geschenkt bekommen und somit durften wir in Shanghai nochmal ein bisschen Luxus in einem 4-Sterne Hotel geniessen. Am Sonntagabend trafen wir dann Sara und Nuno (ein befreundetes Pärchen aus der Schweiz), zum Dumpling-Essen. Die beiden haben einige Jahre in Shanghai gelebt und konnten uns somit die schönen Ecken der Stadt zeigen. Nach dem Abendessen spazierten wir noch durch den neuen Teil Shanghais, auch Pudong genannt, mit seinen unzähligen modernen Hochhäusern. Der Kontrast zum ländlichen Guilin und den Teeplantagen hätte also nicht grösser sein können.

Die nächsten Tage waren auch in Shanghai sehr verregnet. Dem Regen trotzend schauten wir uns dennoch gemeinsam mit Sara die ehemalige French-Konzession sowie den Bund an. Der Bund, ist die Uferpromenade am Huangpu River an der sich viele historische Gebäuden in denen einst zahlreiche Banken und Handelshäuser aus Großbritannien, Frankreich, den Vereinigten Staaten, Italien, Russland, Deutschland, Japan, den Niederlanden und Belgien untergebracht waren um Handel mit China zu treiben. Von hier aus kann man auch die berühmte Skyline von Shanghai auf der gegenüberliegenden Seite (Pudong) beobachten.

Zudem hatten wir von einer Freundin (Danke Anne 😊) einen Massage-Gutschein zum Abschied geschenkt bekommen, den wir in Shanghai einlösten. Ein gutes Alternativprogramm bei schlechtem Wetter!

Xi’an

Am Mittwoch ging es dann mit dem Schnellzug weiter nach Xi’an, der ältesten Stadt Chinas, welche auch für die Terracotta-Armee bekannt ist. Dort machten wir unsere erste Couchsurfing Erfahrung und kamen bei Shahjahan unter, einem Doktoranten aus Pakistan, der seit zwei Jahren in Xi’an an der Uni promoviert. Am Donnerstag machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zur Terracotta-Armee. Hier gibt es drei grosse überdachte Ausgrabungsstätten in denen man die Lebensgrossen Soldaten und Pferde aus Terracotta bestaunen kann. Zu unserem Glück war für chinesische Verhältnisse auch nicht zu viel los. Der Besuch lohnt sich wirklich, da alles sehr schön ausgestellt ist und die Anzahl der Figuren sehr beeindruckend ist. Am Nachmittag fuhren wir zurück in die Stadt und spazierten zum arabischen Viertel, um dort die Moschee und einen arabischen Streetfood-Markt anzuschauen. Xi’an lag früher am Ende der Seidenstrasse und daraus ist eine muslimische Gemeinschaft, die sich dort niedergelassen hat, entstanden.

Abends gingen wir gemeinsam mit unserem Gastgeber Shahjahan chinesischen «Hot-Pot» essen. Ähnlich wie beim Fondue, kann man hier sämtliche Zutaten in einen grossen Kessel gefüllt mit gewürzter Brühe werfen. Diese werden anschliessend in eine leckere Erdnusssosse getunkt.

Von Xi’an aus ging es dann zu unserer letzten Station der Reise, nämlich nach Xining, im Westen des Landes. Hier kamen wir über Couchsurfing bei Helen und ihrem kleinen Sohn Chan unter. Der Kleine sprach schon sehr gut Englisch und Manuel musste ihm abends englische Bücher über Autos vorlesen 😊.

In Xining, welches die meisten Touristen nur als Zwischenstation nutzen, um weiter nach Tibet zu reisen, merkt man bereits den tibetischen Einfluss am Aussehen der Menschen und an der Küche.

Wir besuchten das 30 km entfernte tibetische Kumbum-Kloster, welches bereits auf über 2000 Metern liegt. Im riesigen Kloster-Komplex durfte man allerdings an den meisten Orten keine Fotos machen. Daher haben wir euch hierzu nicht viele Bilder zu zeigen. Als einzige westliche Touristen wurden wir dort sowohl von den Mönchen als auch von den anderen Touristen angestarrt und das eine oder andere Mal zu gemeinsamen Fotos aufgefordert.

Am Sonntag und Montag machten wir einen Ausflug in den Danxia Nationalpark, zu den «farbigen Bergen» (colorful mountains). In dem 50 km grossen Park gibt es bunte Felsformationen zu bestaunen, die durch natürliche Erosion entstanden sind. Als wir ankamen waren wir etwas überrascht, da wir uns nicht auf solch eine ausgebaute Infrastruktur eingestellt hatten. Neben den Bergen wurde nämlich eine ganze Stadt hochgezogen mit Hotels und Restaurants. Die meisten davon standen jedoch allem Anschein nach komplett leer. Im Endeffekt waren wir jedoch positiv überrascht. Obwohl wirklich viel los war, verteilt sich die Menschenmenge auf vier Aussichtspunkte, zwischen denen man mit Shuttle Bussen hin und hergefahren wird. Die Aussichten und Farben sind an jedem der Punkte verschieden und wirklich einmalig, wie ihr auf den Fotos unten sehen könnt.

Am Donnerstag geht es dann für uns weiter mit dem Flugzeug nach Nepal. Ursprünglich hatten wir überlegt über Tibet nach Nepal zu reisen. Allerdings darf man Tibet nur mit einem Guide bereisen und die Angebote, die wir angefragt hatten, überschritten bei weitem unser Budget.

Tradition and an impressive skyline : traveling through China’s history

Hangzhou

Our next stop on the journey took us to Hangzhou. From Guilin, it took us only 8 hours by bullet train. Hangzhou lies two hours south-west of Shanghai and is famous for its traditional tea farms. Most of the tea that grows here is green tea, the most popular tea of the Chinese. We spent two days here and stayed in a small hostel outside the city. We discovered the nearby tea fields by walking. The region is the ideal place for tea cultivation because it rains frequently. Which we experienced first-hand that day, as we were surprised by the rain during our walk. We therefore decided to visit the tea museum. We are not the biggest fans of museums in general, but had read beforehand that this one is really worth it. And it was very informative indeed, and embedded into a nice park on top of the hill (and on top of that free of charge!). We stopped in one of the tea houses after the museum, that also offer tastings. Like at a wine tasting, they let you try different kinds of tea here. In addition, the young salesman explained us exactly how each tea should be prepared (quantity, brewing time, water temperature, etc.). 

Since it was still pouring rain, we made our way back to the hotel and arrived there completely soaked. We had not packed a rain jacket nor put on waterproof shoes in the morning 😊. The next day was just as rainy and we went, this time with full rain equipment, to visit a small Buddhist nunnery near the hotel, before we took the train to Shanghai on Sunday afternoon.

Shanghai

Manuel had received a hotel voucher as a farewell gift from his colleagues and so we could treat ourselves with a nice 4-star hotel in Shanghai. On Sunday evening we met Sara and Nuno (a friendly couple from Switzerland) for dumpling dinner. They lived in Shanghai for a couple of years and showed us the beautiful corners of the city. After dinner we walked through the new part of Shanghai, also called Pudong, with its countless modern skyscrapers. The contrast to the rural Guilin and the tea plantations could not have been bigger.

The next days were also very rainy in Shanghai. Defying the rain, we went together with Sara to see the former French concession and the Bund. The Bund is the promenade at the Huangpu River where many historical buildings are located. Back in the days, numerous banks and trading houses from Great Britain, France, the United States, Italy, Russia, Germany, Japan, the Netherlands and Belgium were located here to do trade with China. From here you can also see the famous skyline of Shanghai on the opposite side of the river (Pudong).

A friend of ours (thanks to Anne 😊) had given us a massage voucher for farewell, which we redeemed in Shanghai. A good alternative program in bad weather!

Xi’an

On Wednesday we took the bullet train to Xi’an, the oldest city in China. This city is also known for its terracotta army. In Xi’an we made our first couchsurfing experience and stayed with Shahjahan, a Pakistani Phd candidate who has been in Xi’an for two years. On Thursday, we took the bus to visit the Terracotta Army. There are three large covered excavation sites where you can discover the life-size soldiers and horses made of terracotta. Fortunately for us, it wasn’t too busy (well, for Chinese conditions at least 😊). The site is really worth the visit, as everything is beautifully exhibited and the number of sheer figures is very impressive. In the afternoon we drove back to the city and walked to the Arab quarter to visit the mosque and an Arab streetfood market. Xi’an used to be at the end of the Silk Road and this gave rise to a Muslim community that settled there.

In the evening we went for a Chinese “Hot Pot” dinner together with our host Shahjahan. Similar to a fondue, you can throw all ingredients into a big cauldron filled with spiced broth. These are then dipped into a delicious peanut sauce.

From Xi’an we went to our last stop of the journey, Xining, in the west of the country. Here we stayed with Helen and her little son via Couchsurfing. The little already spoke an impressive English, and Manuel had to read him English books about cars to in the evening.

In Xining, which most tourists only use as a stopover to travel on to Tibet, you can already feel the Tibetan influence in the appearance of the people and in the kitchen.

We visited the Tibetan Kumbum Monastery 30 km away, which is already at over 2000 meters. In the huge monastery complex, however, one was not allowed to take photos in most places. Therefore, we don’t have many pictures to show. As the only western tourists we were stared at by the monks as well as by the other tourists and asked several times to take some photos together.

On Sunday and Monday, we made a trip to the Danxia National Park, to the “colorful mountains”. In the 50 square kilometer large park, there are colorful rock formations, which were created by natural erosion. When we arrived, we were a bit surprised about the infrastructure in and around the park, which we did not expect. Beside the mountains a whole city was built up with hotels and restaurants. But most of them were apparently completely empty. But in the end, we were positively surprised: Although it was quite busy, the crowd spread well over four view-points, between which one was driven back and forth by shuttle buses. The views and colors are different at each of the points and really unique, as you can see in the photos above.

On Thursday we continue by plane to Nepal. Originally, we thought about travelling to Nepal via Tibet. But you are only allowed to visit Tibet with a guide and the quotes we got  exceeded our budget by far.

One thought on “Tradition und eine blinkende Skyline: eine Reise durch Chinas Geschichte

  1. Quel trip! Je regarde pour la 1ere fois depuis longtemps, félicitations !
    On vous souhaite un bon voyage et de bonnes aventures!

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