Ni Hao aus Peking! // Ni Hao from Beijing

Vergangenen Donnerstagmorgen landeten wir nach einer langen Nacht in Peking, Chinas riesiger Hauptstadt mit 23.5 Millionen Einwohnern. Für uns «kleinen» Belgier mit gerade mal halb so vielen Einwohnern im ganzen Land recht ungewohnt 😊. Nachdem die Visakontrolle problemlos über die Bühne ging und wir noch am Flughafen eine chinesische SIM-Karte gekauft hatten, fuhren wir gegen sieben Uhr mit dem Taxi in die Stadt. Wir hatten eine schlaflose Nacht im Flugzeug hinter uns plus zwei Stunden Zeitverschiebung und warum somit recht erschöpft. In weiser Voraussicht hatten wir uns aus dem Grund ein schickes Hotel gebucht. Katia hatte noch Hotelgutscheine zum Einlösen, daher konnten wir ohne ein schlechtes Gewissen der Reisekasse gegenüber ins New World Hotel einchecken. Wir genossen einen entspannten Tag im luxuriösen Zimmer mit Blick auf Pekings Skyline und am Hotelpool.

Abends schlenderten wir gemütlich durch die neben dem Hotel gelegenen Hutongs (traditionelle chinesische Wohnviertel) und Manuel probierte eine Pekingente.

Am nächsten Morgen wurde erstmal das reichhaltige Frühstücksbuffet ausgenutzt, bevor wir uns zu einer ersten Stadtbesichtigung aufmachten. Wir wanderten fast 17 km durch die Stadt und schauten uns die Wanfujing Einkaufstrasse, den Yinshan Park und den Tian’anmen Square an. Der Tian’anmen Square wird regelmässig für Militärparaden genutzt und ist der grösste Platz dieser Art auf der Welt. Zum Abschluss wollten wir uns ebenfalls die Verbotene Stadt anschauen, die man vom Yinshan Park von oben betrachten kann. Allerdings stellte sich heraus, dass seit kurzem nur eine begrenzte Anzahl an Eintrittskarten verkauft wird, um die grossen Besucherzahlen zu kontrollieren. Leider waren über das Buchungsportal keine Tickets mehr für die kommenden Tage verfügbar und somit blieb es bei einem kurzen Ausblick auf die Verbotene Stadt vom gegenüberliegenden Tempel des Yinshan Parks.

Abends zogen wir dann wieder in ein bescheideneres Hostel, welches eher unserem Reisebudget entsprach 😊. Das Hostel liegt inmitten des kommerziellen Zentrums von Peking, wo sich ein Wolkenkratzer an den anderen reiht. Zudem gibt es dort ein ganz modernes Areal namens Taikoo Li mit einem grossen Einkaufszentrum, dem Sanlitun. Dieser Teil der Stadt gilt auch als Ausgehmeile mit vielen Karaoke-Bars und trendigen Restaurants. Dementsprechend waren die Preise dort auch wie in Europa.

Am nächsten Tag erkundeten wir ein weiteres Hutong und gönnten uns einen guten Kaffee in einem der vielen westlichen Cafés in Peking. Anschliessend schauten wir uns die Drum und Bell Towers an. Diese waren während der verschiedenen Dynastien von zentraler Bedeutung für die offizielle Zeitmessung in China. Wir gingen weiter zum Beihai Park mit seinen vielen schönen Tempelanlagen und dem Shichahai See. Dort tummelten sich viele grössere chinesische Reisegruppen und es war zwischenzeitlich recht überlaufen im Park.

Manuel fühlte sich am Nachmittag nicht gut und hatte wohl ein Gericht nicht gut vertragen. Katia machte sich daher alleine auf den Weg zum Himmelstempel und zum Black Pearl Market. Leider war der Himmelstempel auch sehr überlaufen von Touristen. Im Black Pearl Market konnte man jegliche Chinaware (Kleidung, Brillen, Technik & Zubehör, Tee…) zu günstigen Preisen ergattern und es war interessant das rege Feilschen dort zu beobachten.

Am Sonntag besuchten wir noch die 798 Art Zone, wo viele alte Fabrikgebäude zu verschiedensten Kunstgalerien oder Kunstateliers umfunktioniert worden sind, die man meist gratis anschauen kann.

Im Nachmittag machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Zhuangdaokou, einem kleinen Dorf etwa 90 km von Peking entfernt. Dort hatten wir ein einfaches Guesthouse gebucht, um am nächsten Tag entlang der Chinesischen Mauer zu wandern. Wir wurden herzlich von den Gastgebern empfangen und am Abend bekocht.

Am nächsten Morgen machten wir uns vom Guesthouse aus auf den Weg zur Mauer. Wir hatten bewusst diesen – nicht renovierten – Abschnitt der Mauer ausgewählt, da er als wenig touristisch gilt im Gegensatz zu den renovierten Abschnitten, die als sehr überlaufen gelten. Nach einem kurzen Aufstieg durch Fruchtbaum-Felder erreichten wir die Mauer. Dort sassen zwei Einheimische die sich als Wachen ausgaben, die uns zuerst abwimmeln wollten. Als Manuel dann während zehn Minuten versuchte zu verhandeln und unsere Reisepässe zeigte, baten die beiden uns letztendlich freundlich auf die Mauer. Und da standen wir nun auf einem der sieben Weltwunder und genossen erstmal die Aussicht ganz für uns alleine.

Die insgesamt 9km lange Wanderung stellte sich allerdings auch zwischenzeitlich als herausfordernd heraus, da auf es auf gewissen Abschnitten sehr steil war und die Mauer stellenweise sehr zerfallen ist. Dafür wurden wir aber stets mit einer schönen Aussicht belohnt. Durch die vielen Bäume und Gestrüppe wimmelte es oben vor Insekten, die um einiges grösser sind als bei uns in Europa. Wir wurden also ständig von komischen fliegenden Geschöpfen «angeflogen» 😊. Eine Tierart war besonders nervig und laut: Eine Mischung aus Heuschrecke und Fledermaus – etwa 7-8 cm gross – die komplett wirr zwischen den Bäumen hin und her flog. Wir nannten diese uns neuen Geschöpfe daher einfach «Flederschrecken».

Am frühen Nachmittag kamen wir zurück im Guesthouse an und ruhten uns im schönen Garten aus. Das Guesthouse würden wir auf jeden Fall weiterempfehlen für alle, die die ursprüngliche Mauer erkunden möchten und dem Stadttrubel etwas entkommen möchten.

Am Dienstag konnten wir unseren Augen kaum trauen: es regnete. Wir hatten seit Georgien keinen regnerischen Tag mehr gehabt (wir hatten nur einen einzigen kurzen Regenschauer am Big Almaty Lake in Kasachstan). Die Abkühlung kam daher sehr willkommen! Wir verbrachten den Morgen noch im gemütlichen Guesthouse und machten uns am Nachmittag zurück auf den Weg nach Peking.

Am Mittwochmorgen ging es mit dem Schnellzug quer durchs Land in den Süden nach Guilin. Dort wollen wir eine Woche auf einer organischen Farm helfen und die Region etwas erkunden. Darüber berichten wir euch in unserem nächsten Bericht.

Last Thursday morning, after a long night, we finally landed in Beijing, China’s huge capital with 23.5 million inhabitants. For Belgians like us, with only half as many inhabitants in the whole country, a quite unusual size of a city😊. The immigration went smoothly and we quickly bought a local sim card at the airport. After that, we took a taxi into the city. At that time, it was already 7am. Since we didn’t get much sleep on the plane, and also had a two hours time difference, we were both quite exhausted. We had anticipated that, so we treated ourselves with a nice hotel for the first night. Katia still had hotel vouchers to redeem, so we could check into the New World Hotel without feeling guilty towards our travel budget. We enjoyed a relaxed day in a luxurious room with a view of Beijing’s skyline and the hotel pool.

In the evening we strolled comfortably through the Hutongs (traditional Chinese residential areas) next to the hotel and Manuel tried a Peking duck.

The next morning, we took our time to fully enjoy the breakfast buffet in the hotel. A selection we haven’t had since the start of our trip. Afterwards, we went for our first sightseeing tour of the city. We walked almost 17 km through the city and visited the Wanfujing shopping street, the Yinshan Park and the Tian’anmen Square. Tian’anmen Square is regularly used for military parades and is the largest square of its kind in the world. Finally, we also wanted to visit the Forbidden City, which can be seen from Yinshan Park from above. However, it turned out that only a limited number of tickets is being sold daily, in order to control the large number of visitors. Unfortunately, there were no more tickets available for the coming days via the booking portal and so we had a short view of the Forbidden City from the temple of Yinshan Park opposite.

In the evening we moved to a more modest hostel, which corresponded more to our travel budget 😊. The hostel is located in the middle of the commercial center of Beijing, with many skyscrapers. There is also a very modern area called Taikoo Li with a large shopping centre, the Sanlitun. This part of the city is also where people go out at night and on the weekends, with many karaoke bars and trendy restaurants. Prices there are almost as high as in Europe.

The next day we explored another Hutong and had a good coffee in one of the many western cafés in Beijing. Afterwards we visited the Drum and Bell Towers, which were of central importance for the official timekeeping in China during the different dynasties. We went on to the Beihai Park with its many beautiful temples and the Shichahai Lake. Many Chinese tourist groups were discovering the place so it was a bit overcrowded at some points.

Manuels didn’t feel well in the afternoon, we suspect the Peking duck… Katia therefore made her own way to the Temple of Heaven and the Black Pearl Market. Unfortunately, the Temple of Heaven was also very crowded. In the Black Pearl Market one could get any Chinese goods (clothes, glasses, technology & accessories, tea…) at favorable prices and it was interesting to observe the lively haggling there.

On Sunday we visited the 798 Art Zone, where many old factory buildings have been converted into various art galleries or art studios, most of which can be viewed for free.

In the afternoon we took the bus to Zhuangdaokou, a small village about 90 km away from Beijing. We had booked a simple guesthouse to walk along the Great Wall of China the next day. We were warmly welcomed by the hosts and they cooked for us in the evening.

The next morning, we made our way from the guesthouse to the Wall. We had deliberately chosen this section of the wall that has not been renovated (yet?), as it is not considered to be very touristy in contrast to the renovated sections. After a short ascent through fruit tree fields we reached the wall. Two men that pretended to be guards first wanted to prevent us from going on the wall.. When Manuel tried to negotiate for about ten minutes and eventually showed our passports, they changed their minds and wished us a nice walk. And there we stood on one of the seven wonders of the world and enjoyed the view, all by ourselves.

The 9km long hike turned out to be challenging. The path was very steep on certain sections and some sections are in very bad conditions, to the point that you barely see anything left of the wall. But we were always rewarded with a beautiful view. As the wall crosses through the middle of the jungle, there was a swarm of insects flying around us, which are much bigger than here in Europe. We were constantly “approached” by strangely flying creatures 😊. One animal species was particularly annoying and loud: A mixture of grasshopper and bat – about 7-8 cm tall – flying back and forth between the trees. We simply called these new creatures “Flederschrecken” (i.e. a concatenation between the German words Fledermaus and Heuschrecke)

In the early afternoon we were back at the guesthouse and rested in the beautiful garden. We would definitely recommend the guesthouse to anyone who wants to explore the original wall and escape the busy city.

On Tuesday we could hardly believe our eyes: it was raining. We hadn’t had a rainy day since Georgia (we only had one short rain shower at Big Almaty Lake in Kazakhstan). So the cooling down was very welcome! We spent the morning in the comfortable guesthouse and made our way back to Beijing in the afternoon.

On Wednesday morning we took the bullet train across the country to the south of the country to Guilin. There we want to help on an organic farm for a week and explore the region a bit. We will tell you about this in our next report.

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