Fazit Kasachstan // Wrap-up Kazakhstan

Insgesamt einen Monat haben wir in Kasachstan verbracht und sind quer durch das Land von Westen nach Osten gereist. Dieses riesige Land bietet ganz unterschiedliche Landschaften: von endloser Steppe mit Kamelen und Wildpferden im Westen zu einem wunderschönen Bergpanorama im Südosten.

Wir finden, dass es sich schon alleine deswegen lohnt dieses Land zu bereisen. Zudem (wie bereits in unserem letzten Artikel erwähnt) sind die Menschen sehr gastfreundlich und Touristen gegenüber positiv eingestellt. Selbst in der Sommerzeit kann man hier nicht von grossen Touristenströmen sprechen, was wir sehr als angenehm empfanden, da die Touristenspots nie überlaufen waren. Die wohl touristischste aber in unseren Augen auch schönste Region ist Almaty. Hier trifft man auch einige westliche Touristen und Backpacker.

Reisen innerhalb des Landes

Da wir genug Zeit und keine strikte Route hatten, haben wir uns für die Option Autostopp entschieden und so insgesamt knapp 4000 km zurücklegen können. Unsere längste Wartezeit betrug 45 Minuten, meistens hielt jedoch innerhalb weniger Minuten jemand an und nahm uns mit. Für uns als Anfänger im Autostopp-Reise war eine wichtige Lektion, dass man weiss wo der Verkehr entlangläuft und dass man in der Nähe der Autobahn und an einer Kreuzung steht. Das erhöht die Chancen mitgenommen werden enorm.

Autostop Kazachstan

Da Autostopp in Kasachstan (so wie scheinbar in der gesamten Ex-UDSSR) bei den Einheimischen sehr verbreitet ist, dies jedoch meist mit Bezahlung geht, sollte man vorher immer klar kommunizieren, dass man ohne Geld mitgenommen werden möchte. Hierbei hatten wir nie Probleme, die Menschen waren meist neugierig zu erfahren wo wir herkamen, und was wir in Kasachstan machen.

Mit dem Zug kann man ebenfalls günstig durch das Land reisen. Allerdings gilt es hier zu beachten, dass die Züge vor allem in den Sommermonaten bereits einige Wochen im Voraus ausgebucht sind. In jedem Fall sollte man genügend Zeit einplanen, denn sowohl die Auto- als auch die Zugfahrten dauern sehr lange, weil das Land eben so riesig ist. Es lohnt in unseren Augen die Fahrt auf sich zu nehmen, um durch die endlose Steppe und Wüste fahren zu können.

Sprache

Im Gegensatz zu Georgien und dem Iran, haben wir die Sprachbarriere in Kasachstan als grösser empfunden. Die meisten Menschen sprechen russisch oder kasachisch und oftmals kein Wort Englisch. Daher mussten wir uns die meiste Zeit über Google Translate verständigen (am besten lädt man die Offline-Version runter).

Zudem lohnt es sich für einen längeren Aufenthalt eine SIM-Karte zu kaufen. Wir hatten eine Beeline Karte, welche uns nur 8 € gekostet hat. Mobiles Datennetzwerk funktioniert allerdings nur in den Städten gut und in den ländlichen Regionen und der Steppe sehr schlecht oder gar nicht.

Sehenswürdigkeiten

  • Da wir in Aktau, ganz im Westen des Landes gelandet sind, haben wir uns auch die Zeit genommen das kleine Städtchen am Kaspischen Meer etwas zu erkunden. Es bietet sich an dort im heissen Sommer 1-2 Strandtage einzulegen, da der Strand und Strandpromenade schön ausgebaut sind
  • Turkestan ist ein Pilgerort für die Kasachen, weil dort das Khoja Ahmed Yasawi Mausoleum steht. Wir verbrachten dort einen Tag, um das Mausoleum und die Moschee zu besichtigen
  • Shymkent liegt nur zwei Stunden entfernt von Turkestan und ist eine etwas grössere moderne Stadt. Hier bietet es sich an die vielen grünen Parkanlagen zu erkunden, das Wasserspiel im Independence Park am Abend anzuschauen und einen Spaziergang entlang des Koshkar Ata Flusses zu machen.
  • Die meiste Zeit verbrachten wir in Almaty. In der Stadt, die sehr westlich geprägt ist, herrscht eine entspannte Atmosphäre. Es gibt viele kleine Cafés und Restaurants zum Entspannen. Zudem liegen die Berge sprichwörtlich vor der Haustüre. Zum Ile-Alatau Nationalpark gelangt man mit dem Bus innerhalb einer halben Stunde und kann von dort aus verschiedene Tages- oder Mehrtageswanderungen starten. Auch eine Wanderung zum Big Almaty Lake lohnt sich (am besten innerhalb der Woche, da es am Wochenende recht voll werden kann).
  • Von Almaty kann man ebenfalls Mehrtagesausflüge zu den Kolsai-Lakes, Kaindy Lake und dem Charyn Canyon machen. Hierfür benötigt man ein Auto (Mietwagen oder Autostop) oder muss geführte Touren buchen. Alle drei Attraktionen liegen etwa 3-4 Stunden von Almaty entfernt. Wir würden hierfür 4-5 Tage empfehlen.
  • Unser Highlight der Reise war die Übernachtung im Charyn Canyon und die Wanderung zu den Kolsai-Seen (siehe letzter Blogeintrag). Es lohnt sich hierfür Campingmaterial mitzunehmen und im Zelt zu schlafen da man so flexibler ist und sich an den Attraktionen nach 18 Uhr alle Touristen verabschieden. Nachdem wir viel Zeit mit der Suche nach einem geeigneten Anbieter in Almaty verbracht haben, sind wir letztendlich bei den Jungs von Almaty Tourist Support (Link mit Telefonnummer und Adresse – am besten vorab per Whatsapp kontaktieren) fündig geworden. Wir haben dort unsere gesamte Campingausrüstung geliehen für weniger als 10 Euro pro Tag. Die Qualität war in Ordnung, jedoch sollte man sich für die Übernachtungen noch etwas Warmes zum Anziehen mitnehmen, falls es mal etwas kälter in den Bergen wird.
Big Almaty Lake
Kolsai Lake Nr. 1
Kolsai Lake Nr. 2
Ile-Alatau Nationalpark

Empfehlungen Unterkunft

  • In Almaty würden wir das European Backpacker Hostel empfehlen. In dem kleinen Hostel herrscht eine Familiäre Atmosphäre und das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit (Link).

Kosten

Die vier Wochen (um genau zu sein: 29 Tage) in Kasachstan haben uns ziemlich genau 1000 Euro für uns beide gekostet. Flug für An und Abreise sind hier nicht mit eingerechnet. Das entspricht etwa 17 Euro pro Tag pro Person. Knapp 80% hiervon entfielen auf Essen und Unterkünfte. Wir haben jedoch eine Woche umsonst in Taraz übernachtet, sonst wäre es wahrscheinlich etwas teurer geworden. Auch haben wir – im Gegensatz zu Georgien und Iran – häufig unser Essen selbst gekocht, da uns die sehr fleisch-lastige Kasachische Küche nicht wirklich angesprochen hat.

We spent a month in Kazakhstan and drove across the country from west to east. This huge country offers very different landscapes: from endless steppe with camels and wild horses in the west to a beautiful mountain panorama in the southeast. We think that this alone makes it worthwhile to visit this country. Besides that, the people are very hospitable, as we already mentioned in our last article. Even in the summertime and thus main season, you don’t see many tourists, which we found very pleasant, as the tourist spots were never overcrowded. The most beautiful and also touristic region is Almaty. Here you also see some western tourists and backpackers.

Travelling within the country

Since we had enough time and no real plan, we decided to hitchhike across the country and were able to cover a total of 4000 km this way. Our longest waiting time was 45 minutes, but most of the time someone stopped within a few minutes and offered us a ride. For us as hitchhiking novices, we realized that the key is to know where the traffic goes and to stand at a large intersection close to the highway (and not in the middle of the city) to increase the chances.

Since hitchhiking in Kazakhstan (and in all the ex-Soviet Union) is very common among the locals but usually with money, it’s important to communicate clearly in advance that you are looking for a ride without money. We never had problems, people were mostly curious to know where we come from and what we are doing in Kazakhstan.

By train you can also travel cheaply through the country. However, it is important to note that the trains are booked several weeks in advance, especially in the summer months. In any case, plan enough time, as both the car and the train journeys take very long time, due to the size of the country. In our eyes, it is worth taking the trip in order to be able to drive through the endless steppe and desert.

Language

Compared to Georgia and Iran, we felt a bigger language barrier. Most people speak Russian or Kazakh and rarely English. Therefore, we had to communicate most of the time via Google Translate (the best way is to download the offline version).

It is also worth buying a SIM card for a longer stay. We had a Beeline card, which only cost us 8 €. However, mobile data networks only work well in the cities and very badly or not at all in the rural regions.

Sights

  • Since we landed in Aktau, in the very west of the country, we also took the time to explore the small town at the Caspian Sea. If you have the time, you can spend 1-2 beach days there in the hot summer, as the beach and promenade are quite nice.
  • Turkestan is a place of pilgrimage for the Kazakhs, because there is the Khoja Ahmed Yasawi Mausoleum. We spent a day there to visit the mausoleum and the mosque.
  • Shymkent is only two hours away from Turkestan and is a slightly larger modern city. Here you can explore the many green parks, watch the water feature in the Independence Park in the evening and take a walk along the Koshkar Ata river.
  • We spent most of the time in Almaty. The modern city has a relaxed atmosphere. There are many small cafes and restaurants to relax in. In addition, the mountains are literally in front of the door. The Ile-Alatau National Park can be reached by bus within half an hour and from there you can start various day or multi-day hikes. It is also worth visiting the Big Almaty Lake (best during the week, as it can get quite crowded at the weekend).
  • From Almaty you can also make several-day trip to Kolsai-Lakes, Kaindy Lake and Charyn Canyon. For this you need a car (rental car or car stop) or you have to book guided tours. All three attractions are about 3-4 hours from Almaty. We recommend to do this in one big trip of 4-5 days (see below)
  • Our highlight of the trip was the overnight stay in Charyn Canyon and the hike to the Kolsai Lakes (see last post). We think it’s worth renting camping gear before visiting them. First you are more flexible and almost all tourists leave the site after 6pm so you have it all for yourself. We spent quite some time doing research on where to find appropriate rental equipment in Almaty, and we eventually ended up renting with the guys from Almaty Tourist Support (Link with address and phone number – best to whatsapp them in advance). We rented the full gear with them for less than 10 Euro per day and the quality was good. You should however bring some warm clothes for the nights in the mountains just in case.

Accommodation recommendations

  • In Almaty we would recommend the European Backpacker Hostel. The small hostel has a family atmosphere and the staff is very friendly and helpful (Link).

Costs

The four weeks (precisely 29 days) cost us 1000 Euro for the two of us (excluding flight costs). This means we have spent approximately 17 Euro per person per day. Most of that money (80%) have been spent on food and accommodation. It should be noted that we had free accommodation during one week in Taraz. In addition, we cooked ourselves quite often, as we did not particularly like the (meat centric) Kazakh cuisine.

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