Freundlichkeit, Grosszügigkeit und vielfältige Landschaften // Kindness, generosity and ever-changing landscape

Auch unsere zweite grosse Etappe der Weltreise neigt sich nun dem Ende zu. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge geht es für uns weiter nach Kasachstan. Natürlich freuen wir uns sehr auf das neue anstehende Abenteuer, aber andererseits ist es auch schwer ein so faszinierendes Land wie den Iran zu verlassen. Wie es der Titel schon zum Ausdruck bringt, haben wir während des letzten Monats so viel verschiedene Landschaften gesehen und waren überwältigt von der Freundlichkeit und Grosszügigkeit der Iraner.

In unserer letzten Woche im Iran haben wir den Norden des Landes (Gilan Region) etwas erkundet. Genauer gesagt sind wir von Teheran nach Rasht gefahren und sind dort ein paar Tage in der Lotka Ecolodge untergekommen unweit vom Kaspischen Meer. Die Lodge ist im traditionellen gilanischen Stil gebaut und war perfekt für uns um ein paar Tage zu entspannen. Wir waren die einzigen Gäste in der Lodge und hatten den wunderschönen Garten ganz für uns alleine. Das Klima im Norden ist etwas kühler verglichen zu Teheran, allerdings auch viel feuchter. Daher war auch die Landschaft ganz anders als das was wir vorher vom Land gesehen hatten. Der Norden ist viel Grüner als der Rest des Landes und erinnert teilweise an Südostasien mit seinen vielen Reisterrassen. Mit dem Rad haben wir die Gegend um die Unterkunft und das Kaspische Meer erkundet.

An unserem letzten Tag im Norden sind wir in ins 60 km entfernte Anzali gefahren, wo Soraya, die Tante von Elssa (Manuel’s ehemaliger Kollegin aus Zürich) wohnt. Soraya ist Künstlerin und hat dort ihr eigenes Töpfer-Atelier. Wir haben einen super entspannten Nachmittag bei Soraya verbracht, die lecker für uns gekocht hat und uns ihr Atelier gezeigt hat. Da uns die Keramik so gut gefiel, haben wir ein paar Sachen für unsere nächste Wohnung gekauft 😊.

Nach vier Tagen im Norden mussten wir aber wieder Richtung Teheran aufbrechen, da wir unser China-Visum persönlich bei der Botschaft abholen mussten. Allerdings hielten wir uns nicht lange in der Hauptstadt auf und sind direkt weiter nach Garmsar, einem ganz kleinen Städtchen 80 km östlich von Teheran gelegen. Dort kamen wir im Ghasre Shirin Guesthouse unter (dies hatte uns der Besitzer der Ecolodge in Gilan empfohlen). Unsere Gastgeber in Garmsar empfingen uns total herzlich mit einer Begrüssungslimonade und eröffneten uns ganz aufgeregt, dass wir die ersten internationalen Gäste in ihrem Guest House seien. Wir verbrachten zwei sehr entspannte Tage im Ghasre Shirin Guesthouse und wurden wunderbar umsorgt 😊. Da ganz in der Nähe eine riesige Salzmine sowie ein Salzsee liegen, haben Faezer und ihr Onkel (die Besitzer des Guesthouses) einen Ausflug mit uns dorthin gemacht. Dies war unerwartet ein sehr beeindruckender Ausflug zum Abschluss unserer Reise. Am Abend durften wir sogar noch eine Runde Eselreiten gehen.

Am Sonntag haben wir dann noch eine Free Walking Tour durch Teheran gemacht, da wir uns bislang noch nicht wirklich viel Zeit genommen hatten die Stadt zu entdecken. Gemeinsam mit einem holländischen Pärchen und unserem Guide haben wir noch sehr schöne Ecken in Teheran entdeckt. Abends haben wir uns noch zu Tabiat Brücke aufgemacht. Die super moderne Brücke liegt im Norden der Stadt umgeben von einer riesigen Parkanlage. Dort oben verabreden sich offenbar die jungen Iraner zum Daten und viele Teheraner kommen auch hierhin um sich nach der Arbeit etwas sportlich zu betätigen im Park. Die Luft dort oben war schon um einiges angenehmer als in der Innenstadt.

An unserem letzten Tag im Iran stand das Projekt «Paketversand» an. Wie oben beschrieben hatten wir uns ein neues Keramik-Service zugelegt, welches nun irgendwie nach Belgien gelangen musste. Das Ganze stellte sich allerdings als grosses Vorhaben heraus. Zuerst sind wir in Teheran durch unzählige kleinere Baumärkte und Lampengeschäfte gelaufen, um das richtige Verpackungsmaterial zu kaufen. Als Schritt 1 erledigt war, ging es zur grossen Poststelle der Iranischen Post, wo es etwas ungeordneter zugeht als in der Schweiz oder Belgien. Hier gilt: wenn man etwas braucht, einfach vordrängeln und dazwischen quatschen 😊 Wir taten es den anderen gleich und stiessen glücklicherweise auf einen jungen Mann, der gut Englisch sprach. Er nahm sich unserem Projekt an und fragte uns zwischenzeitlich über Belgien, unsere Jobs, Hobbies usw. aus. Nach zwei Stunden (zwischen verschiedenen Schaltern und Verpackungsstellen) war unser Material dann endlich versandklar. Manuel hatte selbst Hand angelegt beim Verpacken des zerbrechlichen Gutes, woraufhin der selbst ernannte Verpackungsexperte hinter dem Tresen etwas beleidigt war. Jetzt bleibt also nur noch zu hoffen das unser Paket den langen Weg nach Belgien findet und heil ankommt.

Auf uns wartet nun die nächste Station der Reise. Von Teheran geht es nach Aktau (ganz im Westen von Kasachstan) wo wir über Landweg von Westen nach Osten reisen möchten.

Wir blicken auf vier unvergessliche Wochen zurück und eines steht fest: Iran, wir kommen wieder!

The second stage of our trip is coming to an end. With a smile in one eye and a tear in the other, , we will continue our way to Kazakhstan. We are on the one hand looking forward to the new adventure ahead of us, but on the other hand it is also difficult to leave such a fascinating country as Iran. As the title suggests, we have seen so many different landscapes over the past month and have been overwhelmed by the friendliness and generosity of the Iranians.

During our last week in Iran we explored the north of the country (Gilan region). More precisely, we drove from Tehran to Rasht and stayed a few days in the Lotka Ecolodge not far from the Caspian Sea. The lodge is built in the traditional Gilan style and was perfect to have a few rest days. We were the only guests in the lodge and had the beautiful garden all to ourselves. The climate in the north is a bit cooler compared to Tehran, but also much more humid. Therefore, the landscape is also completely different than what we had seen before in Iran. The north is much greener than the rest of the country and reminds partly of Southeast Asia with its many rice terraces. We explored the area around the accommodation as well as the beach at the Caspian Sea by bike.

On our last day in the north we drove to Anzali, 60 km away from our Hotel where Soraya, the aunt of Elssa (Manuel’s former colleague from Zurich) lives. Soraya is an artist and has her own pottery studio there. We spent a super relaxed afternoon with Soraya, who cooked delicious food for us and showed us her art gallery. Since we liked the ceramics so much, we bought some pottery for our next apartment 😊.

After four days in the north we had to go back to Tehran to pick up our Chinese visa at the embassy. We didn’t stay for long though and went directly to Garmsar after we got our visas, a very small town 80 km east of Tehran. We stayed in the Ghasre Shirin Guesthouse (the owner of the Ecolodge in Gilan had recommended this to us). Our hosts in Garmsar welcomed us warmly with a welcome lemonade and were totally excited since we were their first international guests. We spent two relaxed days in the Ghasre Shirin Guesthouse and had the most attentive service you can ask for 😊. As there is a huge salt mine and a salt-lake nearby, Faezer and her uncle (the owners of the guesthouse) made a day trip with us. This was unexpectedly a very impressive excursion at the end of our journey in Iran.

On Sunday we did a free walking tour through Tehran, because we had not taken much time to discover the city yet. Together with a Dutch couple and our guide we discovered some very nice places in Tehran. In the evening we went to Tabiat Bridge. This super modern bridge is located in the north of the city surrounded by a huge park. Apparently, the young Iranians like this place for dating and many people also do their after-work sport session up there. The air in this green area is a lot better than in the city center.

On our last day in Iran our project “parcel shipping” was on the agenda. As described above we had bought a new ceramic service, which we somehow needed to get to Belgium. This turned out to be a bigger project than initially expected. Firstly, we walked through countless smaller DIY stores and lamp shops in Tehran to get the right packaging material. Once step 1 was completed, we went to the big post office of the Iranian Post, where things seemed to work a bit less orderly than in Switzerland or Belgium. Here the rule is: if you need something, just jump the queue and chat in between 😊 We followed the rules and luckily found a young man who spoke English. He took care of our project and in the meantime asked us about Belgium, our jobs, hobbies etc. After two hours (between different counters and packing stations) our material was finally ready to be dispatched. Manuel had lent a hand packing the fragile goods, and the self-proclaimed packaging expert behind the counter seemed somewhat offended. Now we can only hope that our parcel will find the long way to Belgium and arrive safely.

The next station of our journey is waiting for us. From Tehran we go to Aktau (in the far west of Kazakhstan) where we want to travel by land from west to east.

We look back on four unforgettable weeks and one thing is for sure: Iran, we will come back!

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